Gilt jetzt wieder
77.000 Besucher zahlten schon Venedig-Eintritt
Seit Freitag müssen Besucherinnen und Besucher von Venedig wieder Eintritt zahlen. Bisher zahlten 77.000 Personen die Gebühr, 8000 alleine für den Karfreitag. Ein Tagesbesuch kostet bis zu zehn Euro, so viel wie noch nie.
Weltweit ist Venedig die einzige Stadt, die ein solches Modell eingeführt hat. „Diese Maßnahme ist wichtig, weil wir damit im Voraus über die Zahl der Ankünfte in Venedig Bescheid wissen“, erklärt der Tourismusbeauftragte der Gemeinde Venedig, Simone Venturini.
Eintrittsgebühr an 54 Tagen fällig
Seit Karfreitag müssen Touristinnen und Touristen wieder in die Geldtasche greifen, wenn sie durch die italienische Lagunenstadt schlendern wollen. Das gilt nun durchgehend bis zum 4. Mai und dann vom zweiten Wochenende im Mai bis 27. Juli jeweils von Freitag bis Sonntag. Die Maßnahme gilt wie im Jahr 2024 von 8.30 bis 16.00 Uhr und an insgesamt 54 Tagen.
Wer spät bucht, zahlt das Doppelte
Grundsätzlich kostet der Venedig-Besuch fünf Euro, doch wer erst vier Tage vorher bucht, muss das Doppelte zahlen. Mit der Bezahlung erhält man einen QR-Code aufs Handy, ohne den bei Kontrollen in der Lagunenstadt bis zu 300 Euro Strafe drohen.
„Am Ende des diesjährigen Versuchs werden wir die Auswirkungen analysieren und diskutieren, wie wir die Tagesgebühr auf der Grundlage der erzielten Wirkungen weiter verstärken können“, sagt Venturini. Bereits im vergangenen Jahr hatte Venedig eine Eintrittsgebühr verlangt.
Protest gegen Gebühren
Nicht alle sehen die Zutrittszahlungen so positiv wie der Tourismusbeauftragte. In den sozialen Netzwerken fordern Gruppen die Besucherinnen und Besucher auf, die Gebühren nicht zu bezahlen und stellten gefälschte QR-Codes ins Internet.
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