7.200 Euro Strafe

Rekrut als “Taxi” ins Bordell: Offizier verurteilt

Österreich
16.09.2013 20:11
Saftige Geldstrafe nach einer feucht-fröhlichen Nacht im Sex-Club: Von einem Rekruten hatte sich ein Bundesheeroffizier in Uniform in ein Bordell im niederösterreichischen Krems kutschieren lassen. Jetzt musste der hochrangige Militär vor der Richterin stramm stehen. Er wurde - nicht rechtskräftig - zur Zahlung von 7.200 Euro verurteilt.

Der pikante Vorfall hatte mitten in der Debatte um die Wehrpflicht im Jänner 2013 großes Aufsehen erregt: Liebestoll und durstig wollte ein Offizier Anfang Dezember 2012 nach einer Dienstbesprechung in Mautern in einem Sex-Club "relaxen". So ließ sich der umtriebige Staatsdiener nach Mitternacht von einem Rekruten abholen und in der Bundesheerkarosse, einem VW Touareg, in ein Rotlichtlokal an der Donaulände nach Krems-Stein bringen.

Rekrut musste stundenlang vor Bordell warten
In Uniform bezog er in dem Etablissement die "Gefechtsstation". Auf die Rückkehr des Vorgesetzten musste der Grundwehrdiener, dessen Dienst bereits am Tag zuvor um 18 Uhr beendet war, stundenlang warten. Erst im Morgengrauen war das ungewöhnliche "Manöver" beendet und der Oberstleutnant bereit, sich ins Quartier kutschieren zu lassen. Laut empörten Zeugen hatte er torkelnd das Bordell verlassen.

Das gewagte Liebesabenteuer hatte für den hochrangigen Militär nun ein Nachspiel in Krems. Wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs musste sich der Soldat am Montag vor Schöffen unter dem Vorsitz von Richterin Susanne Daniel verantworten. Zähneknirschend gab der Angeklagte zu, einen Fehler gemacht zu haben. Dafür soll er 7.200 Euro Bußgeld zahlen. Der Oberstleutnant erbat sich Bedenkzeit.

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