Das Festival des österreichischen Films, die Diagonale 2025, ist eröffnet. „How to Be Normal“ machte den Auftakt – und Inge Maux wurde mit dem Großen Schauspielpreis gekürt. Jedoch trüben Kulturpolitik und Sparkurs den Start des Festivals.
Traditionell wurde in der Grazer List-Halle die Eröffnung der Diagonale zelebriert. Einmal mehr versammelte sich die heimische Filmszene, um ein starkes Lebenszeichen von sich zu geben – trotz drohenden Sparkurses in Bund, Land und Stadt.
Mit der Österreich-Premiere von „How to Be Normal“ und dem Trailer von Simona Obholzer gab es erste umjubelte visuelle Reize. Die Ehrung von Inge Maux mit dem Großen Schauspielpreis, der heuer von Maruša Sagadin gestaltet wurde, war ein Fest. Und die Rede der Intendanten Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh stieß auf viel Beifall.
Ein neues Normal tut sich auf
Bezugnehmend auf Pochlatkos Film orten die beiden ein neues Normal, das „institutionelle Funktionsweisen missachtet und gesellschaftliche Gräben vergrößert“. Viele Filme im Programm setzen sich mit dem neuen Normal auseinander und zeigen auf, wie das Vertrauen in demokratische Strukturen schwindet. Aber die beiden sind davon überzeugt, „dass Film die Kraft hat, darauf mit Kenntlichmachung zu reagieren“.
Zur steirischen Kulturpolitik gab es ebenfalls klare Worte. Die Abtrennung der Volkskultur, „die nur die Geisel einer politischen Strategie ist“, verurteilen sie, auch das Infragestellen von Kultur als Boden für Neues. Was bleibt, ist der Wunsch nach einem „Diskurs der Besonnenheit und Rücksichtnahme“.
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