Während Ende des Zweiten Weltkriegs Hitlers Drittes Reich schon in einer Orgie von Tod und Zerstörung in Trümmern lag, harrte der „Führer“ mit Wahnvorstellungen im Bunker der Reichskanzler aus. Bis zuletzt hatte er versucht, das ganze Volk in seinen Untergang mitzureißen. „Wenn das deutsche Volk den Krieg verliert, hat es sich als meiner nicht würdig erwiesen“, zitierte ihn später Generaloberst Carl Hilpert.
Daran muss ich denken, wenn die Hamas aus den Tiefen ihrer Tunnels Durchhalteparolen ausgibt, während oben Israel den Gazastreifen in Ruinen bombt. Auch diese Fanatiker leben in einer Wahnwelt, und sie sind bereit, auch den letzten Gaza-Palästinenser zu opfern.
Doch die Menschen haben diesen aussichtslosen Krieg, diese furchtbare Tragödie an Tod und Zerstörung schon längst satt. „Krone“-Kollege Clemens Zavarsky hat dort in seiner Reportage die Stimmung aufgefangen. „Auch wir sind in Geiselhaft“, berichten sie über ihr Schicksal, doch sie können sich nicht aus den Klauen der Hamas-Diktatur befreien.
Dieser Umstand bringt Netanyahu in eine Zwangslage. Bomben zeigen nicht die gewünschte Wirkung. So viele Hamas-Führer können gar nicht liquidiert werden, als dass nicht die nächsten nachrücken.
Und: Bomben und Panzer haben die wenigsten israelischen Geiseln befreit, vielmehr Verhandlungen. Israel muss, egal, wie, ein Ende anpeilen. Krieg ist der Nährboden der Hamas.
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