Auf der Suche nach neuen Einnahmemöglichkeiten hat Jeep in den USA die Werbung im Cockpit entdeckt – und damit die Kundschaft heftig gegen sich aufgebracht. Auf der anderen Seite zeigt die US-Marke, wie Werbung kreativ und positiv sein kann.
Laut Medienberichten und zahlreichen Posts in Internetforen spielt die Stellantis-Tochter Pop-up-Werbung auf die Zentral-Displays ihrer Fahrzeuge. Die Anzeigen erscheinen, sobald das Fahrzeug steht oder parkt.
Sie bewerben offenbar vor allem die Garantieverlängerung der Stellantis-Aftermarket-Tochter Mopar. Einem Bericht des Portals „Techstory“ zufolge will Jeep nach Kundenbeschwerden die Werbung künftig reduzieren, die Teil einer Kooperation mit dem Satellitenradioanbieter Sirius XM ist.
Andere Jeep-Werbung nervt nicht
An anderer Stelle ist Jeep deutlich kreativer und absolut nicht nervend: Für den Super Bowl hat die Marke einen Zwei-Minuten-Werbespot produzieren lassen, in dem ein sympathischer Harrison Ford eine gewisse Lebensweisheit ausstrahlt. Am Ende nimmt er auch noch Bezug auf seinen „unpassenden“ Namen.
Hersteller suchen Geschäftsmodelle
Die In-Car-Werbeaktion von Jeep ist lediglich eines von vielen Beispielen für die Suche von Autoherstellern nach neuen Einnahmequellen. Andere Marken gehen allerdings etwas zurückhaltender vor: Skoda etwa schaltet seit rund zwei Jahren Werbung im Infotainmentsystem seiner deutschen Kunden – allerdings nur bei aktiver Zustimmung. Auf Wunsch können sich die Insassen sogenannte „standortbasierte Services“ wie etwa einen vergünstigten Parkplatz, ein Gratis-Getränk beim nächsten Tankstopp oder einen Rabatt für die Autowäsche ins Fahrzeug einspielen lassen.
Wie heikel diese neuen Geschäftsmodelle sein können, hat zuletzt etwa BMW erfahren müssen. Die Münchner hatten einen regelrechten Shitstorm entfacht, als sie für die Nutzung ihrer Sitzheizung in einigen Märkten Abo-Gebühren erheben wollten. Mittlerweile wurde das Angebot wieder eingestellt. Der Trend zu ähnlichen Erweiterungen des klassischen Geschäftsmodells „Autoverkauf“ dürfte aber weiter bestehen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.