Als Gegengift zu der gesundheitsgefährdenden politischen Aufregung dieser Wochen nimmt sich „Krone“-Wissenschaftsexperte Dr. Christian Mähr einem dezidiert unpolitischen Thema an – es geht um Sternschnuppen.
In der ersten Woche des neuen Jahres wurde das Publikum auf die „Quadrantiden“ aufmerksam gemacht, dieselben zur Beobachtung empfohlen. Was sind diese Dinger? Sternschnuppen, ein Meteorstrom. An dieser Empfehlung war einiges merkwürdig. Die Quadrantiden gibt es nämlich nur in der ersten Jännerwoche, Höhepunkt in der Nacht vom dritten auf den vierten Jänner. Der Ort, von dem die Sternschnuppen alle herzukommen scheinen, heißt Radiant. Dieser Punkt liegt in der ersten Nachthälfte noch tief am Horizont, erst zur „Stunde des Wolfs“ (drei bis vier Uhr in der Früh), steigt er auf 70 Grad Höhe, dann gibt es bis zu 200 Meteore zu sehen. Pro Stunde. Na, dann! Was, Sie haben nicht die Quadrantiden geschaut? Und wieso nicht? Bei solchen Empfehlungen frage ich mich immer, wie sie es in eine Zeitung schaffen. Hat der Schreiber bzw. die Schreiberin jemals selbst eine astronomische Beobachtung vorgenommen? Am vierten Jänner um vier Uhr in der Früh?! Wohl eher nicht.
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