Verhalten „untypisch“
Schottland: Rätsel um vermisstes Zwillingspaar
Sie wirkten heiter und gut gelaunt – so beschrieb es zumindest der Bruder der seit einer Woche vermissten Zwillingsschwestern, mit denen er zuletzt zu Silvester telefonisch gesprochen hatte. Der Fall wirft Fragen auf: Denn nur eine Woche zuvor hatten die beiden ihre Wohnung gekündigt, wie die Familie im Nachgang erfuhr.
Die schottische Polizei ist ratlos: Denn seit einer Woche sind die Beamten auf der Suche nach den Zwillingsschwestern Eliza und Henrietta Huszti. Die beiden sind seit vergangenen Dienstag als vermisst gemeldet und aus ungeklärten Gründen spurlos verschwunden.
Letzte Spur zeigt Aufnahme am Fluss
Vor zehn Jahren waren die fast identisch aussehenden Schwestern gemeinsam nach Schottland gezogen. Die dritte Schwester blieb in Ungarn zurück. Nachdem sich die beiden tagelang nicht bei der Familie gemeldet hatten, alarmierten diese die schottische Polizei.
Die letzte Aufnahme der beiden zeigt das Zwillingspaar um zwei Uhr morgens auf einer Straße am Fluss Dee. Trotz der intensiven Suche fehlt von den beiden jede Spur. Eine Theorie der Polizei bis dato sei, dass sie „aus unbekannten Gründen ins Wasser gegangen sind“, erklärt der Polizist David Howieson. Aus diesem Grund konzentriert sich die Suche vorwiegend auf den Fluss und den Hafen Aberdeen.
Schwestern wiesen „untypisches Verhalten“ auf
Eine Gewalttat schließt die Polizei bislang aus. Laut Howieson gibt es „keine Hinweise auf eine Straftat oder verdächtige Umstände“. Allerdings hätten sich die Schwestern in der Nacht ihres Verschwindens „völlig untypisch“ verhalten. Welche Verhaltensweisen konkret von ihrer üblichen Art abwichen, wollte die Polizei nicht näher erläutern. Möglicherweise könnte es sich um die späte Uhrzeit handeln, zu der die Schwestern unterwegs waren, oder um einen Heimweg, der keiner logischen Route entsprach.
Der Bruder der Zwillingsschwestern erzählte der BBC, dass er zuletzt zu Neujahr mit seinen Schwestern telefoniert habe. Am Telefon hätten sie glücklich und unbeschwert geklungen. Erst später erfuhr die Familie, dass die Schwestern zuvor ihren Mietvertrag gekündigt hatten. Nun startet die Familie einen Suchaufruf in britischen und ungarischen Medien und bittet um jegliche Hinweise zu den vermissten Schwestern.

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