„Schamlos ausgenutzt“: Die Kärntner Jägerschaft distanziert sich im Vorfeld der Volksbefragung am Sonntag von einem falschen Windkraftgegner-Posting.
Die Aufregung rund um das Thema Windkraft ist in Kärnten ohnehin schon groß. Doch nun erhitzt auch ein Posting, das sich strikt für ein Windkraftverbot ausspricht, die Gemüter in den sozialen Netzwerken – besonders bei Jägerfreunden.
Denn Initiator des Windkraftgegner-Postings soll die Kärntner Jägerschaft sein – das lässt zumindest ihr Logo in der linken oberen Ecke vermuten (siehe unten).
„Sind wir aber nicht!“, distanziert sich Mario Deutschmann, Verwaltungsdirektor der Jägerschaft. „Das sind Fake-News. Irgendjemand nutzt hier unsere Organisation schamlos aus. Das Posting muss wohl in sein politisches Konzept passen“, wettert Deutschmann.
Die Jägerschaft sei nicht hier, „um Politik zu betreiben! Unsere 14.000 Jäger sind mündig genug, selbst zu entscheiden, ob sie am Sonntag für oder gegen das Verbot stimmen.“
Das Fake-Posting wurde vor allem auf WhatsApp und Facebook oft geteilt. Kurz nachdem die Jägerschaft Kenntnis davon erlangte, stellte sie mit einer Aufklärung klar, dass es sich „bei dieser widerrechtlich erstellten Information um eine Fake-Nachricht handelt, die nicht von der Jägerschaft versendet wurde“.
Wer dahinter steckt, ist allerdings völlig unklar. Deutschmann: „Das werden wir wohl auch nie erfahren. Im November hatten wir einen ähnlichen Fall, diesen brachten wir sofort unter Kontrolle!“
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