Mit Einführung des Pfandsystems auf Plastikflaschen und Getränkedosen sind die Verpackungen ab Jänner bares Geld wert. Leergebinde, die doch im Müll landen, könnten Armutsgefährdete vermehrt anziehen. Diese Situation gehört in vielen deutschen Städten längst zum Alltag.
Mit Jahreswechsel startet das lange angekündigte Pfandsystem auf Plastikflaschen und Getränkedosen. Dann wird auf diese Verpackungen ein Pfand von 25 Cent fällig, das nach Rückgabe wieder ausbezahlt wird.
Im Müll nach Flaschen suchen
Was in Deutschland längst zum Stadtbild gehört, könnte dann auch bei uns zunehmen: Bedürftige suchen im Müll nach Pfandverpackungen, um sie einzulösen. „Armutsgefährdete machen das hierzulande schon jetzt, zum Beispiel mit Bierflaschen. Das ist ein legaler Weg, um schnell an Geld zu kommen. Es könnte gut sein, dass das in Zukunft mehr wird“, sagt Daniela Warger von der ARGE für Obdachlose.
So wird richtig recycelt
Die Stadt Linz hat darauf bereits reagiert und an 17 Mistkübeln Pfandringe angebracht. Hier können Pfandverpackungen gezielt für Finanzschwache deponiert werden. Wer doch lieber die Rückgabestationen ansteuern will: Das Leergebinde muss unzerdrückt sein, das Etikett vollständig und das österreichische Pfandlogo erkennbar.
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