Nachdem Kinderchirurgen Alarm schlagen, erzählen zwei Schüler der „Krone“ von ihren Erfahrungen mit dem Trend.
Gleich zwei Kärntner Burschen (11 und 14 Jahre alt) wurden vergangene Woche mit komplizierten Brüchen in den Armen und Händen ins Klinikum eingeliefert (wir berichteten). „Alle zwei nahmen an der sogenannten Superman-Challenge teil, die seit mehreren Monaten auf TikTok kursiert“, warnen die Kärntner Kinderchirurgen.
„Alle wissen, dass es gefährlich ist“
Es gibt jedoch noch weitere Kinder, die sich bei dem neuen Trend schwere Verletzungen zuzogen: „Eine Schulkameradin hat sich die Elle und die Speiche gebrochen, als sie von den anderen nicht mehr aufgefangen wurde und von einem Meter Höhe auf den Boden knallte“, erzählt ein Drittklässler aus dem Bezirk St.Veit. Wer sich traut, in die Luft geschleudert zu werden, sei cool – Videoaufnahmen von der „Superman-Challenge“ (einige liegen der „Krone“ vor) werden in Klassenchats verschickt oder im Internet veröffentlicht. „Alle, die mitmachen, wissen aber, dass es gefährlich ist – es ist wirklich der größte Schwachsinn“, so der Schüler.
Auch in einer Klagenfurter Schule machen die Kinder mit: „In unserer Klasse warten alle, bis die Lehrer weg sind – in der Pause ist dann einer nach dem anderen dran“, schildert ein 12-Jähriger. Das Gefühl des Fliegens – wie es eben Superman tut – sei das Reizvolle daran.
TikTok bekämpft gefährliche Challenges
„Für die Sicherheit unserer Community suchen und entfernen wir proaktiv Inhalte, die gefährliche Aktivitäten oder Challenges zeigen oder fördern“, heißt es seitens TikTok dazu. Die Kurzvideoplattform liefere keine Suchergebnisse oder Hashtags im Zusammenhang mit der Superman-Challenge. „Wenn jemand nach ‚Superman‘ sucht, wird ihm eine Nachricht angezeigt, die ihn zu unserem Sicherheitszentrum führt.“
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