Mit Platz drei im Super-G auf der legendären „Birds-of-Prey“-Piste von Beaver Creek sorgte der 23-jährige Lukas Feurstein am Samstag für eine Überraschung. Auch sein Cousin Patrick war vor der Sensationsfahrt auf der Strecke – quasi in geheimer Mission.
„Es ist immer cool, an neue Orte zu kommen“, erzählt Patrick Feurstein. „Als ich am Freitag das erste Mal hier nach Beaver Creek gefahren bin, war es schon sehr beeindruckend zu sehen, was da für Häuser stehen. Aber ein cooler Flair, gute Stimmung.“
Nach Materialwechsel wieder top
Apropos, gute Stimmung: Die herrscht auch beim – seit 1. Dezember – 28-jährigen Vorarlberger. Grund dafür ist der gelungene Saisonauftakt in Sölden, wo sich Patrick – der vor der Saison das Material wechselte und jetzt wieder auf Rossignol-Latten unterwegs ist – von Zwischenrang 14 noch auf Platz acht nach vorne schieben konnte und damit seinen dritten Top-10-Platz im Weltcup fixieren konnte.
Weniger Explosionen, mehr Konstanz
Eine Leistung, an die er am Sonntag (1. Lauf 18 Uhr/2. Lauf 21 Uhr) bei seinem Debüt auf der legendäre „Birds-of-Prey“-Piste anknüpfen möchte. „Ich erwarte mir jetzt nicht bei jedem Rennen weiß Gott was für eine Leistungsexplosion“, erklärt der Polizeisportler. „Aber wenn ich mein skifahrerisches Können im Rennen zeigen kann, ist ein Ergebnis wie in Sölden auf jeden Fall möglich.“
Konstant gute Ergebnisse wären auch in Sachen Startnummer wichtig. „Wenn es mit der Nummer weiter nach vorne geht, kann ich dann irgendwann einmal auch an die nächsten Schritte denken“, erklärt der Mellauer, der am Sonntag mit der 22 am Start stehen wird.
Mythos seit Kindheitstagen
Wie sich die „Raubvogel“-Piste präsentiert – davon hat sich Patrick übrigens schon am Samstag ein Bild gemacht. Da „spionierte“ er vor der Sensationsfahrt seines jüngeren Cousins Lukas zu Rang drei bei der Besichtigung am Hang, um ein erstes Gefühl zu bekommen.
„Die Strecke ist ja ein Mythos, den man durch die Bilder von Hermann Maier, der seinerzeit die Tore so attackierte, dass alles nur mehr herumgeflogen ist, von Kindesbeinen an gekannt hat“, erinnert sich Feurstein, der seit vergangenen Woche in Colorado ist und zuletzt noch in Copper Mountain und Vail trainiert hat. „Jetzt selbst einmal hier zu sein, ist schon sehr cool.“
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