Fest steht bislang, dass beide Gruppen in der Tatnacht mit Messern bewaffnet waren, die vier mutmaßlichen Angreifer hatten darüber hinaus auch lange Schraubenschlüssel bei sich. Zu den zwei mutmaßlichen Opfern im Alter von 25 und 26 Jahren wird mittlerweile noch ein weiterer Mann gezählt, dem nach der blutigen Auseinandersetzung die Flucht gelungen war.
Alle Beteiligten früher miteinander befreundet
Auch der Grund für den Streit ist mittlerweile klar. Alle Beteiligten waren früher befreundet, teilweise kannten sie einander noch aus Indien. Doch man hatte sich zerstritten, was am Freitag bei einem Telefonat offenbar wieder zum Thema wurde. Beleidigungen, auch weiblicher Angehöriger, wurden ausgetauscht und ein Treffen auf der "Blutwiese" vereinbart.
Als die beiden Gruppen dort auftauchten, verhinderte ein Streifenwagen zunächst die ausgemachte Schlägerei. Die Männer fuhren jeweils heim, genehmigten sich noch Bier und machten sich einen neuen Treffpunkt beim Franz-Jonas-Platz aus.
Streithähne machen widersprüchliche Aussagen
Was dort geschah, darüber gibt es genau entgegengesetzte Aussagen. Jede der Gruppierungen will bereits an Ort und Stelle gewesen sein als die jeweils andere in einer Art Rollkommando auf sie losgegangen sei. Jeder will unbewaffnet gewesen und von einem Bewaffneten mit einem Messer attackiert worden sein. Beim Kampf um das eigene Leben habe man sich nur gewehrt und nichts von den anderen Auseinandersetzungen mitbekommen.
Auch der 19-Jährige, der zunächst als Haupttäter galt, will kein Messer dabei gehabt haben. "Es ist auch nicht so, dass ihn die drei anderen belasten", so Polizeisprecher Thomas Keiblinger.
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