Lustenau-Trainer Martin Brenner hat zu viele brave „Buben“ im Team, auch darum fehlt es seiner Mannschaft derzeit an Selbstvertrauen. Die Nerven verlieren will der Coach aber deswegen nicht.
Das 1:1 gegen SV Stripfing befriedigte niemanden bei der Austria. „Angesichts unseres Auftretens, war es aber noch das beste, das wir herausholen konnten“, wurmte Torhüter Domenik Schierl das neunte Unentschieden in der laufenden Saison ordentlich. „Wenn wir die letzten zwei Partien nicht gewinnen, ist die ganze Wintervorbereitung für den Arsch. Dann spielen wir bis Mai gegen den Abstieg“, stellt der Keeper ganz andere Ansprüche an das Team – und indirekt auch an den Trainer.
Schierl ist der einzige bei den Lustenauern, der offen ausspricht, was viele denken. Beim Rest – vor allem dem Vorstand – ist hingegen Schweigen und Beschwichtigen angesagt. Trainer Martin Brenner weiß, dass er sich in keiner einfachen Situation befindet. „Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren, müssen weiter arbeiten.“
Wenig mannhaft
Doch woran liegt’s, dass zu Hause kein einziger Sieg gelang und die Auftritte der Lustenauer in den letzten Wochen zum Teil unterirdisch waren? „Wir haben alles probiert, es fehlt das Erfolgserlebnis und das Selbstvertrauen. Wir haben kaum richtige Männer auf dem Platz“, argumentiert der Coach. Ganze drei Stück zählte Brenner nach dem Remis auf. Der Rest? Wohl Mimosen oder (noch) zu jung, um auf dem Platz ihren Mann zu stehen. Deshalb sei er in der Kabine – anders als vermutet – auch nicht laut geworden. Das hätte seine wenig mannhafte Truppe wohl weiter verunsichert.
Brenner: „Wir befinden uns in einem Jahr, in dem in der Mannschaft ein Transformationsprozess stattfindet. Das ist nicht leicht“.
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