UNO-Weltklimakonferenz

Gewessler und Hammer vertreten Österreich in Baku

Außenpolitik
11.11.2024 08:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am heutigen Montag beginnt die UNO-Weltklimakonferenz COP29 in Aserbaidschan. Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird nicht nach Baku reisen, da er sich noch von seiner Bandscheibenoperation erholt. Stattdessen wird Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) erwartet.

Ebenfalls angekündigt haben sich der Energie- und Klimaschutzsprecher der Grünen, Lukas Hammer, und die Grüne EU-Abgeordnete Lena Schilling. Viele mächtige Staatschefs haben ihr Kommen unterdessen abgesagt, darunter Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz sowie die Präsidenten von Frankreich und Brasilien, Emmanuel Macron und Luiz Inácio Lula da Silva.

Bei der Konferenz, die zwei Wochen lang läuft, geht es unter anderem darum, die internationale Klimafinanzierung ab 2025 festzulegen. Auch das Pariser Klimaschutzabkommen, aus dem der designierte US-Präsident Donald Trump aussteigen will, wird wohl Thema sein. Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen zu können, muss der globale Treibhausgasausstoß laut Weltklimarat IPCC bis zum Ende des Jahrzehnts um 43 Prozent (im Vergleich zu 2019) verringert werden. Dazu sei ein Ausstieg aus fossilen Energien wichtig.

Hier sehen Sie eine Kritik der Klimaaktivistin Greta Thunberg zu Konferenzen.

SPÖ: „Lippenbekenntnisse reichen nicht“
Insgesamt nehmen Delegationen aus fast 200 Staaten teil. „Lippenbekenntnisse alleine werden als Ergebnis der heurigen Konferenz nicht ausreichen“, sagte SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr in einer Aussendung am Sonntag. In den Klimaschutzplänen müssten etwa soziale Schutzmaßnahmen verankert werden, da Menschen mit geringem Einkommen und in ärmeren Ländern stärker von den Folgen des Klimawandels betroffen seien.

Greenpeace Österreich spricht sich zudem für klare Ausstiegspläne für fossile Energien aus. „Um Menschen weltweit wirkungsvoll vor der Zerstörungswut der Klimakrise zu schützen, braucht es genügend Geld“, sagte Jasmin Duregger von der Umweltschutzorganisation. Während Fachleute davon ausgingen, dass jährlich 2,4 Billionen US-Dollar (umgerechnet 2,24 Billionen Euro) für Klimafinanzierung notwendig seien, liege das bisherige Ziel für Gelder nur bei 100 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 93,30 Milliarden Euro)..

China und Golfstaaten zahlen nicht
Einzahlungen leisteten bisher ausschließlich die Industriestaaten beziehungsweise die Länder, die 1992 als solche eingestuft wurden. Einige wollen inzwischen, dass sich China und reiche Golfstaaten ebenfalls verpflichtend an der Klimafinanzierung beteiligen müssen.

Das Gastgeberland Aserbaidschan gilt selbst nicht gerade als Vorreiter beim Klimaschutz und bei Menschenrechten.

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