Das Säbelrasseln im südchinesischen Meer wird intensiver – und mit der Rückkehr Donald Trumps als US-Präsident wohl nicht nachlassen. China, das weite Meeresgebiete vor den Küsten Vietnams, Malaysias, Indonesiens und der Philippinen für sich beansprucht und von der Wiedervereinigung mit der „abtrünnigen Provinz“ Taiwan träumt, schickte nun erstmals gleich zwei Flugzeugträger zu einer Großübung aus. Doch Taiwan ist vorbereitet.
China besitzt bislang nur zwei einsatzbereite Flugzeugträger: Die 2012 in Dienst gestellte Liaoning, 2019 kam der Flugzeugträger Shandong hinzu. Es handelt sich um Sowjet-Technik: Die Liaoning hieß anfangs Riga, dann Warjag – und war im ukrainischen Mykolajiw in Bau, als 1991 die Sowjetunion zerfiel. China kaufte der Ukraine den unfertigen Träger bei einer Versteigerung über eine Tarnfirma ab und vollendete ihn später. In der Folge diente der Träger der Admiral-Kusnezow-Klasse auch als Vorlage für die Liaoning. Die chinesischen Träger beherbergen je ein Geschwader J-15-Kampfflugzeuge von Shenyang, die wiederum auf der sowjetischen Suchoi Su-33 Flanker basieren. Vor einer Woche liefen beide Flugzeugträger mit einem Dutzend Begleitschiffen zu einer Übung aus. Eine Machtdemonstration in Richtung der Nachbarländer und Taiwan. Doch die demokratisch geführte Inselrepublik hat ein Gegenmittel parat – Jahre früher als erwartet.
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