Der Anlass für den großen Feiertag der Republik am 26. Oktober ist bekanntlich der Beschluss unserer immerwährenden Neutralität. Und diese sollte – so die Beteuerungen aller maßgeblichen politischen Kräfte – nach Schweizer Vorbild auch eine militärische sein.
EINERSEITS ist es also nur recht und billig, wenn unser Bundesheer am Feiertag zeigt, was es kann und wofür wir es brauchen. Daher findet die Leistungsschau auf dem Wiener Heldenplatz auch großen Widerhall bei den Menschen.
ANDERERSEITS kann uns das nicht darüber hinweg täuschen, dass unser Heer trotz der großen Ankündigungen der Regierung noch immer ein Stiefkind der Politik ist. Moderne Waffensysteme sind erst in Ansätzen bereitgestellt worden. Und das militärisch, aber auch gesamtgesellschaftlich so wichtige Miliz-System wurde ebenfalls noch immer nicht wiederhergestellt.
Dafür sollen wir viele Milliarden für das Raketenabwehrsystem Sky Shild bezahlen, von dem wir nicht wirklich wissen, ob es nicht doch unsere Neutralität massiv infrage stellen wird.
All das wird natürlich medial ausgeblendet, wenn die Garde am Wiener Heldenplatz vor dem Bundespräsidenten aufmarschiert. Ebenso wie die Tatsache, dass sich der nunmehrige Oberbefehlshaber unseres Bundesheeres selbst – das hat sich wegen des Studiums natürlich ganz zufällig ergeben – seiner Wehrpflicht entschlagen konnte. Was ja doch Rückschlüsse auf die Einstellung gewisser Kreise zum Bundesheer zulässt.
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