Dunkelheit als Gefahr

Traurige Bilanz: 3571 Fußgängerunfälle im Vorjahr

Österreich
25.10.2024 08:28
Porträt von krone.at
Von krone.at

2023 gab es mit 3571 Unfällen mit Fußgängerbeteiligung einen Anstieg. 52 Menschen kamen ums Leben. 2022 waren es 3428 Unfälle und 49 Tote, 2013 noch 4290 Unfälle und 82 getötete Passanten. 

„Mit der Zeitumstellung am kommenden Wochenende wird es wieder zeitiger dunkel. Viele Wege – vor allem am späten Nachmittag und frühen Abend – werden dann bei schlechteren Sichtverhältnissen zurückgelegt“, so ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. 

Schlechte Sicht in Herbst- und Wintermonaten
Seit 2018 ereigneten sich jährlich durchschnittlich 3352 Unfälle mit Beteiligung von Zu-Fuß-Gehenden, 28 Prozent davon in den Monaten November, Dezember und Jänner. Der Anteil der tödlichen Fußgängerunfälle lag in diesen drei Monaten sogar bei 36 Prozent.

Ältere besonders gefährdet
Besonders gefährdet seien Ältere: 42 Prozent der ums Leben gekommenen Fußgänger waren älter als 74 Jahre. Dabei stammten nur 14 Prozent aller Unfallbeteiligten aus dieser Altersgruppe.

Etwa ein Drittel der Fußgängerunfälle passiert auf Schutzwegen, pro Jahr seien es im Schnitt in etwa 1000 Unglücke mit Personenschäden und neun Tote. Das entspreche fast einem Drittel aller Unfälle mit Zu-Fuß-Gehenden und einem Fünftel aller getöteten Passanten.

Tipps für bessere Sichtbarkeit:

  • Wesentlich sind gute Sichtbeziehungen zwischen Lenkenden und Fußgängern, niedrige Annäherungsgeschwindigkeiten der Fahrzeuge und gute Beleuchtung des Schutzweges.
  • Auch eine bessere Sichtbarkeit der Passanten selbst hilft viel, etwa durch helle Kleidung und Reflektoren. „Eine mit Reflektoren ausgestattete Person ist aus circa 130 Metern Entfernung zu erkennen, eine dunkel gekleidete erst aus circa 25 Metern“, so Nosé.
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