Im Durchschnitt wirft jeder Haushalt in Oberösterreich elf Kilo Brot pro Jahr in den Müll – der kürzlich veröffentlichte „Krone“-Artikel über dieses Thema sorgt für großes Echo. Doch was kann man tun, um Lebensmittelmüll zu vermeiden? Manchmal kann es sogar helfen, wenn man mehr einkauft, als man braucht.
Wie berichtet, werden laut Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) in Oberösterreich pro Jahr 7.300 Tonnen Brot und Gebäck entsorgt – im Durchschnitt kommen also hierzulande auf jeden Haushalt elf Kilogramm. Der Online-Artikel auf krone.at wird in Hunderten Kommentaren heftig diskutiert.
„Abgabe an Bedürftige“
Während die einen die Zahlen anzweifeln, geben andere „Krone“-Leser Lösungsvorschläge: „Verpflichtende Abgabe an Bedürftige, ansonsten hohe Geldstrafe!“, fordert etwa ein User. Andere empfehlen, Brot und Gebäck einzufrieren oder etwa zu Semmelbröseln oder Brotsuppe zu verarbeiten.
Spenden für Sozialmärkte
Für Langer-Weninger liegt die Ursache für die Lebensmittelverschwendung darin, dass zu viel eingekauft wird: „Es lohnt sich ein kritischer Blick auf unseren Konsum.“ Doch manchmal kann es sogar helfen, wenn man mehr kauft, als man braucht. Am vergangenen Freitag etwa riefen Ehrenamtliche in Oberösterreich Supermarkt-Kunden dazu auf, „ein Stück mehr“ zu kaufen und diese Lebensmittel für die 23 Rotkreuz-Märkte im Land zu spenden. Dort können sozial schwächere Menschen einkaufen – 90.000-mal war das laut Rotem Kreuz im Vorjahr der Fall.
Auch die Volkshilfe, die ebenfalls Sozialmärkte betreibt, wäre über mehr Spenden – vor allem Öl, Mehl und Nudeln – dankbar. Weil man von Supermärkten weniger Lebensmittel als früher erhalte, müsse man seit zwei Jahren zukaufen und rationieren, sagt ein Sprecher.
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