Der starke Drang in Richtung Kreislauffähigkeit, der Holzbau und auch der zwischenzeitliche Boom von Tiny-Häusern befeuerten das Geschäft und die Hoffnung der Leidorf GmbH aus Altheim (OÖ). Zuletzt aber hatte das Unternehmen mit immer größeren wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Die Folge: Ein Insolvenzverfahren wurde eröffnet.
„Die Mission des Unternehmens besteht darin, hochwertige, nachhaltige und energieeffiziente Holzbaulösungen zu entwickeln und zu realisieren“, ist auf der Internetseite der Leidorf GmbH mit Sitz in Altheim zu lesen, über die nun ein Sanierungsverfahren eröffnet wurde.
Verbindlichkeiten in Höhe von 6 Millionen Euro bei rund 80 Gläubigern soll es geben. Dem gegenüber stehen Aktiva von rund 4,7 Millionen Euro, berichtet der Alpenländische Kreditorenverband.
Moderne Roboter-Anlage
Die Leidorf GmbH war im Jahr 2015 gegründet worden. Die Gesellschaft übt das Tischlergewerbe und CNC-Bearbeitung aus, vor allem werden großformatige Holzwerkstoffe bearbeitet. Fundament ist eine moderne Roboter-CNC-Anlage, die entwickelt wurde.
Was die Gründe für die Insolvenz sind? Hier wurden die Kündigung des Kontokorrentkreditvertrags von der Bank und der dadurch verspätete Ankauf von Brettsperrholz genannt, was wiederum Lieferungen verzögerte und hier für Strafzahlungen sorgte. Auch hohe Tilgungs- und Zinsaufwände für Anlagen erschwerten die Situation. Den Gläubigern wird im Sanierungsplan 20 Prozent Quote angeboten.
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