Rekordschwund

„Hallstätter Gletscher ist wie Fieberthermometer“

Oberösterreich
11.11.2025 16:30

„Der Hallstätter Gletscher ist das Fieberthermometer Oberösterreichs – und jedes Grad mehr sorgt für einen dramatischen Rückgang“ – Oberösterreichs Umweltlandesrat Stefan Kaineder präsentierte am Dienstag einmal mehr, wie es mit dem Hallstätter Gletscher weitergeht. Und das sind keine guten Aussichten.

Ein schneearmer Winter, ein außergewöhnlich heißer Frühsommer und Regen oberhalb der Schneegrenze – „unser“ Gletscher am Dachstein schrumpft im Rekordtempo. So wurde heuer der größte Massenverlust seit Beginn des oberösterreichischen Messprogramms im Jahr 2006 verzeichnet. Innerhalb dieser 19 Jahre sind die Fläche und Masse des größten Gletschers des Dachsteinmassivs um ein Drittel geschrumpft.

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Wir sehen am Dachstein in Echtzeit, wie rasant die Klimakrise voranschreitet. Das muss uns wachrütteln. 

Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne)

Sorgen um Zugang zur Seethaler Hütte
Diese Gletscher-Verzwergung macht auch einem heimischen Riesen des Alpinismus, dem Alpenverein Austria, zu schaffen. Vorsitzender Friedrich Macher sagt klar, was geschehen muss, um die 2019 um 2,5 Millionen Euro wieder errichtete Seethaler Hütte attraktiv und am Leben zu erhalten. Es müssen neue Wege beschritten werden, und zwar im Wortsinn.

Denn die bisherige „Eisstraße“ zwischen der Bergstation Hunerkogel und der Seethaler Hütte zerschmilzt. Macher: „Die Hüte ist alpinistisch wichtig, auch als Knotenpunkt. Andererseits haben wir dort im Sommer rund 600 Tagesgäste, die brauchen einen neuen Weg, der extra errichtet werden muss.“

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