Ungewöhnliche Allianz: Am Donnerstag veröffentlichen die Junge Wirtschaft Steiermark und Klimaaktivisten der vor Kurzem aufgelösten Letzten Generation einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog. Alles begann mit einer Klebeaktion vor einem Jahr.
Zu Schulbeginn im Herbst 2023 klebten sich Aktivsten der Letzten Generation wieder einmal auf Grazer Straßen fest und sorgten für Chaos. „Reden statt kleben“ forderte daraufhin die Junge Wirtschaft und machte ein Gesprächsangebot – das die Klimaaktivsten tatsächlich annahmen.
„Nachhaltige Lösungen schaffen wir nur gemeinsam“, betont Christian Wipfler, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft. Mehrmals hat man sich in den vergangenen Monaten getroffen und diskutiert. Nun liegt sogar ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog für eine nachhaltige Zukunft vor. „Es zeigt, dass Klimaschutz und Wirtschaft Hand in Hand gehen“, sagt Klimaaktivist Valentin Bast.
Mehr grüner Investitionen und weniger Neubau
Der Katalog umfasst unter anderem, dass klima- und umweltfreundliche Investitionen attraktiver werden, etwa durch einen vereinfachten Zugang zu Krediten und höheren steuerlichen Abschreibungen. Konsumprodukte sollen reparierbar sein. Bei Gebäuden soll Sanierung vor Neubau gehen, zudem wird in der Baubranche eine höchstmögliche Recyclingquote angestrebt.
Einig ist man sich auch darin, dass der öffentliche Verkehr und der Ausbau der Ladestationen für E-Fahrzeuge forciert werden muss. Zudem will man der riesigen Menge an Neuware, die im Onlinehandel vernichtet wird (1,4 Millionen Pakete im Jahr!), den Kampf ansagen: Spenden solcher Waren sollen erleichtert werden.
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