„Krone“-Kommentar

Wie VW in die große Krise kam

Kolumnen
06.09.2024 06:00

Ein Job bei VW in Deutschland zählte zum sichersten, was man haben konnte und der Sparkäfer wurde millionenfach verkauft und zur Legende. Wie ist es möglich, dass ein Konzern, der noch im Vorjahr 18 Milliarden Euro verdiente und weltweit 680.000 Menschen beschäftigt (davon allein 100.000 in Deutschland) so tief in eine Krise schlittern kann?

Sicher sind Fehler passiert (z.B. späte Modelle für E-Autos), aber die Hauptschuld trägt die Politik in Deutschland. Die dortige „Ampel“ hat mit ihren Hü-Hott-Entscheidungen die deutsche Automobilindustrie in ein Desaster manövriert. Erst die kühnen Vorgaben, rasch, rasch, E-Autos anzubieten und möglichst bald Verbrenner zu verbieten. Als die E-Autos kaum Abnehmer fanden, knallte man hohe Subventionen für die Käufer drauf (bis zu 9000 Euro pro Fahrzeug). Das wirkte, aber nicht lange. Als jetzt das Geld ausging, kürzte man diese Prämie auf null.

Kein Wunder, dass die Verkäufe einbrachen. Heute sind nur acht Prozent der VW-Flotte E-Autos, die Werke nicht ausgelastet. Die Rettung des Weltklimas sieht anders aus.

Die „Ampel-Regierung“ hat die deutsche Autoindustrie in die Krise getrieben, heute wird massenhaft in China erzeugt. Und weniger im teuren Europa.

Die Job-Garantie bei VW ist futsch, trotz Landesbeteiligung und besonderer Mitbestimmung. Die Politik hat versagt, jetzt ist die Industrie dran. Sie wird es, wieder einmal, schaffen.

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