Die BH Voitsberg schrieb erst jetzt den Strafbescheid: Weil er im Jahr 2021 gegen die strenge Ausgangssperre verstoßen hatte, muss ein Betroffener nun zahlen. Und zwar gleich 165 Euro!
Die Covid-Pandemie ist zum Glück längst Geschichte – sollte man zumindest meinen. Denn für die Behörden ist das Kapitel noch nicht abgeschlossen, wie ein Weststeirer nun erfahren musste. Vor wenigen Tagen flatterte dem jungen Mann nämlich ein Strafbescheid der BH Voitsberg ins Haus, ausgestellt am 14. August 2024. Sein Vergehen liegt aber nicht erst wenige Wochen zurück, sondern fast drei (!) Jahre. Jetzt soll er 165 Euro zahlen oder eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen und 21 Stunden antreten. Was war passiert?
Damals im Auto unterwegs vom Supermarkt nach Hause
Der Vorfall geht auf den 20. November 2021 zurück, als der Betroffene abends im Auto unterwegs war, um Einkäufe für seine Großmutter zu erledigen, wie er in einer Stellungnahme an die Bezirkshauptmannschaft schreibt. Der Supermarkt hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch schon geschlossen, beim Nachhausefahren hielt ihn eine Polizeistreife auf. Er hatte gegen Corona-Ausgangsregeln verstoßen und konnte keinen 2G-Nachweis vorzeigen.
Das Schreiben der BH Voitsberg belegt, dass die Aufarbeitung der Corona-Verfehlungen in der Steiermark überhaupt nicht stattgefunden
Markus Leinfellner, Nationalratsabgeordneter (FPÖ)
„Alle Verfahren fristgerecht eingeleitet“
Warum kommt der Bescheid erst jetzt? „Wir haben alle Übertretungsverfahren fristgerecht eingeleitet“, sagt Eva Ninaus von der BH Voitsberg, man wartete aber Erkenntnisse der Höchstgerichte nach Einsprüchen ab, um Rechtssicherheit zu haben.
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