Heute fahren in Oberösterreich die ersten Mähdrescher auf die Maisfelder. Dass sie im Matsch versinken, ist keine Gefahr – die Regenspritzer der vergangenen Tage haben keine Auswirkung mehr gebracht und auch künftige kommen für die Ernte heuer zu spät. Eine Dürreversicherung macht sich heuer bezahlt.
„Der Regen hat genau gar nichts gebracht. Der ist verdunstet!“ – Helmut Feitzlmayr, Chef der Pflanzenbauabteilung der Landwirtschaftskammer OÖ, kam nach dem ersten zumindest ansatzweisen Landregen seit Monaten aus dem Urlaub ins Büro und musste gleich verkünden, dass die Dürre die Bauern in Oberösterreich stark trifft. „Bei Mais, Soja oder Rüben sind die Schäden schon angerichtet. Da kann es jetzt regnen, was es will“, so der Landwirtschaftsexperte.
Das Grünland ist auch von der Dürre betroffen, zum Glück waren die ersten Schnitte dank der reichlichen Niederschläge im Frühling sehr gut.
Helmut Feitzlmayr, Pflanzenbau, Landwirtschaftskammer OÖ
Land ist zweigeteilt
Ein Blick auf die Regenmengen der vergangenen zwei Tage ist dabei ohnehin ernüchternd: zwischen 4,4 Litern pro Quadratmeter in Gallneukirchen und 26,3 Litern in Großraming. „Oberösterreich ist heuer ohnehin zweigeteilt. Im Innviertel gab es immer wieder etwas Regen, östlich von Vöcklabruck, im Zentralraum und im Mühlviertel war die Dürre am ausgeprägtesten“, so Feitzlmayr.
Meisten Bauern sind versichert
Das zeigen auch die ersten belastbaren Zahlen: Im Innviertel ist man etwa bei Zuckerrüben bei „Proberodungen“ sehr zufrieden, im Osten Oberösterreichs gibt es bis zu ein Drittel Ausfälle bei den Ernten. Gegen einen Teil dieser Schäden ist der Großteil der Landwirte in Oberösterreich inzwischen bei der Hagelversicherung abgesichert, rund 70 Prozent der Bauern haben auch eine „Dürreindex-Versicherung“.
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