Bei Windpark

„Politik darf auch in Richtung Wien Nein sagen!“

Kärnten
26.08.2024 11:11

Während sich in Assling weiterhin eine breite Front gegen einen Windpark formiert, hält sich die Landespolitik zu dem Projekt und den Forderungen der Bürgerinitiative bedeckt.

Der Widerstand gegen die geplante Windrad-Großanlage auf der 2200 Meter hohen Compedal Hochalm wächst. Die „Bürgerinitiative gegen Windräder auf der Compedal“ (BI) aus Assling spricht sich nach wie vor gegen die geplanten sieben Windräder des Elektrowerks Assling (EWA) aus – die „Krone“ berichtete mehrfach. „Die alpine Landschaft ist für Tirol ein hohes Gut und damit schützenswert“, sagt Robert Lukasser-Weitlaner, Sprecher der BI. Gerade um die Wirtschaftlichkeit zu klären, bedarf es noch Zeit. So argumentierte EWA-Chef Harald Stocker nach Bekanntwerden, dass erst nach Windmessungen weitergeplant werden könne. Seien diese positiv, brauche es fünf bis zehn Jahre, um zu starten.

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Die alpine Landschaft ist für Tirol ein hohes Gut und damit schützenswert

Robert Lukasser-Weitlaner, Sprecher der BI

Land hält sich bedeckt
Ähnlich argumentiert auch das Land Tirol. Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit brächten die Ergebnisse der Windmessungen. Erst danach werde entschieden, wie man in dieser Angelegenheit weiter vorgehen wolle.

Neben den Windverhältnissen müssen auch die Hangneigung, verkehrstechnische Erschließung und die Energieableitung berücksichtigt werden. Die BI will dies nicht gelten lassen und fordert die Landespolitik auf, konsequent zu sein: „Assling darf nicht Startschuss für Windkraftindustrien in Osttirol werden. Die Tiroler Landespolitik darf auch Richtung Wien Nein sagen, wenn der Preis für Mensch, Tier und Landschaft zu hoch ist.“

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