Das Protest-Camp der Gegner der geplanten Wiener Neustädter Ostumfahrung in der Fischa-Au wurde zwar geräumt, aber der Widerstand gegen das Straßenbauprojekt ist nicht gebrochen. Aktivisten wollten sogar erneut ihr Baumhaus errichten.
Obwohl der Baubeginn offenbar kurz bevorsteht, hoffen die Gegner der Wiener Neustädter Ostumfahrung offenbar, das Straßenbau-Projekt noch abwenden zu können. Vor dem Wochenende hatte ja die Exekutive das Protest-Camp in der Fischa-Au bei Lichtenwörth geräumt.
Harte Wortgefechte
Das führte auch zu heftigen politischen Wortmeldungen. „Der Stadtregierung in Wiener Neustadt kann es nicht rasch genug gehen, um gegen jede Vernunft Lebensraum dem Asphalt zu opfern“, kommentierte Helga Krismer, Landessprecherin der Grünen, die Räumung des Protest-Camps: „So leicht lassen sich die Menschen nicht vertreiben!“
Sie sollte Recht behalten. Denn bereits tags darauf kehrten Aktivisten zurück und versuchten, das abgerissene Baumhaus wieder in die Höhe zu ziehen. Erneut schritt die Polizei ein. Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) sprach von „Vermummten, die widerrechtlich auf das Grundstück eingedrungen“ seien. Kritik übte auch die ÖVP an der Vorgangsweise der Projektgegner (siehe Zitat).
Recht muss Recht bleiben. Das müssen auch die militanten Gegner der Ostumfahrung und ihre politischen Vertreter zu Kenntnis nehmen.
Matthias Zauner, Klubobmann der ÖVP im Wiener Neustädter Gemeinderat.
Parolen vor dem Rathaus
Diese wollen aber nicht lockerlassen. Am Sonntag versammelten sich Hunderte Gegner der Ostumfahrung auf dem Wiener Neustädter Hauptplatz, demonstrierten mit Transparenten vor dem Rathaus und forderten: „Spät, aber doch, soll die Landeshauptfrau dieses absurde Projekt absagen!“
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