Schön aus der Ferne und doch hochgefährlich! Nicht einmal in den eigenen vier Wänden ist man vor den elektronischen Einschlägen ganz sicher. Welche Schutzmaßnahmen getroffen werden können, erfahren Sie hier.
Heftige Gewitter gehören zum Hochsommer wie die Pommes zum Grillhendl. Allseits bekannt ist die Drei-Sekunden-Regel: Ist der Donner nach drei Sekunden zu hören, hat der Blitz einen Kilometer entfernt in den Wolken gezündet. Heuer zuckten laut Austrian Lightning Detection and Information System (Aldis) über Oberösterreich bisher 10.280 Blitze – das entspricht übrigens fast ganz genau dem statistischen Mittel.
Bauernhöfe brannten
In der Vorwoche hatten Blitze in einer Gewitternacht in Kefermarkt und Fraham zwei Bauernhofbrände verursacht. „Generell sollte man im besten Fall zu Hause bleiben oder sich in Sicherheit begeben, wenn sich ein Gewitter nähert“, rät Wolfgang Schulz von Aldis.
„Vor Bergtouren oder Wanderungen muss man sich unbedingt über die Wetterlage informieren und entsprechend planen!“ In den vergangenen Tagen gab es mehrere spektakuläre Rettungseinsätze im Salzkammergut, als Wanderer und Kletterer in Gewitter gerieten.
Auf Nummer sicher gehen
Schulz‘ Warnung bedeutet aber nicht, dass man schon bei entferntem Wetterleuchten alles liegen und stehen lassen muss. Aber: „Wenn sich das Gewitter rasch nähert oder schon sehr nahe ist, sollte man auf Nummer sicher gehen“, stimmt GeoSphere-Austria-Meteorologe Christian Ortner zu. Am freien Feld sollte man in Mulden Schutz suchen oder sich auf den Boden hocken und die Füße anziehen. Frei stehende Bäume sind zu meiden, Wälder ebenso.
Blitzableiter schützen
Daheim ist man meist sicher: „Ein korrekt installierter Blitzableiter am Dach ist der beste Schutz“, so Blitzexperte Wolfgang Schulz. Aber: In seltenen Fällen kann ein Blitz auf die Stromleitungen überspringen und angeschlossene Geräte zerstören.
Gefahr Überspannung
„Fast alle Neubauten haben integrierte Überspannungsableiter, die die Eletronik schützen. Vor 20 bis 30 Jahren waren die aber noch nicht üblich und sind sicher nicht überall nachgerüstet worden.“ Hier erlauben Verteilerleisten mit eingebauten Ableitern während Gewittern eine gefahrlose Verwendung von Fernseher, Rechner und Co. Überspannung kann aber auch über das Internetkabel ein Gerät erreichen, wenn etwa das Modem nicht ausreichend geschützt ist.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.