Österreich sei "ein Held der Grün-Bewegung", Bundeskanzler Werner Faymann ein "Real Action Hero", der in Sachen Klimaschutz "keine Bazooka benötigt, um seinen Standpunkt zu unterstreichen". Zudem gebe es hierzulande zahlreiche beispielhafte Vorzeigeprojekte wie etwa den Einsatz der Windenergie im Burgenland. "Ich bin stolz auf Österreich. I am back", so der 65-Jährige.
Schwarzeneggers "Erfolgsrezept" umfasst drei Punkte
Schwarzenegger predigte bei seiner Rede sein "Erfolgsrezept", mit dem er Kalifornien in seiner Zeit als Gouverneur in einen "grünen Vorzeige-Bundesstaat" verwandelt hat. "Punkt eins: heraus aus der ideologischen Ecke." Er selbst hatte damals als Republikaner gegen den heftigen Widerstand seiner eigenen Partei den Umweltschutz vorangetrieben. "Es gibt keine liberale und keine konservative Luft, sondern wir atmen alle dieselbe Luft. Es gibt kein liberales und kein konservatives Wasser, wir trinken alle dasselbe Wasser", beschwor Schwarzenegger. Den Politikern riet er, "den Leuten und nicht den eigenen Parteien zu dienen".
Punkt zwei von Schwarzeneggers Klimarettungsplan: "Warte nicht auf ein internationales Klimaabkommen." Man könne zwar auf diese Sache hoffen - "ich hoffe auch auf ein Kyoto II", meinte der Schauspieler. Man dürfe sich aber nicht davon paralysieren lassen, wenn auf der Ebene der großen Politik nichts weitergeht.
Zu guter Letzt sollte man die Menschen nicht demotivieren und ihnen das Gefühl geben, dass sie dem Klimawandel hilflos ausgeliefert sind. "Man sollte den Leuten sagen, was sie machen können", so Schwarzenegger. Inzwischen sei es dank der neuen Technologien für jedermann möglich, seinen Lebensstandard beizubehalten und gleichzeitig ressourcenschonender zu leben. "Ich fahre noch immer meinen Hummer, aber mit alternativem Treibstoff."
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Faymann trat für vermehrte Anstrengungen beim Klimaschutz ein. "Es hilft nichts, die Augen zu schließen. Wir brauchen eine ökologische Wirtschaft mit einem Triple-A-Rating", meinte der Kanzler. Österreich sollte vermehrt unabhängig von fossilen Brennstoffen werden, allerdings ohne den Einsatz von nuklearer Energie. "Das ist keine Alternative."
Der ebenfalls anwesende EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso unterstrich die Parallelen zwischen der R20-Initiative und der Union. Auch in der EU würden sich die einzelnen Staaten einem gemeinsamen Ziel verschreiben. Beim Klimaschutz betonte Barroso, dass die Verbindung von Wirtschaftswachstum und Umweltschutz kein Widerspruch sei, sondern sogar ein Ausweg aus der Wirtschaftskrise sein könne. So wäre es etwa möglich, durch konsequentes Umsetzen der Klimaziele bis 2030 4,5 Millionen "green Jobs" zu schaffen. "Wir werden dabei an der Spitze sein und nicht hinterherlaufen", meinte Barroso.
Internationale Elite des Umweltschutzes anwesend
Neben Faymann und Barroso, die allerdings hauptsächlich den EU-Gipfel kommende Woche über das Langzeitbudget der Union vorbereiten, nehmen an der Ökokonferenz "Implementing the Sustainable Energy Future" u.a. auch Umweltminister Nikolaus Berlakovich und EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard teil. Laut Schwarzenegger wolle man dabei gemeinsam mit der internationalen Elite des Umweltschutzes über regionale Wege beim Klimaschutz beraten.
R20 wurde von Schwarzenegger im Jahr 2010 gegründet. Ziel der Organisation ist es, nicht länger auf Entscheidungen auf hoher politischer Ebene zu warten, sondern Regionen, die gegen den Klimawandel aktiv werden bzw. auf grüne Energien umsteigen wollen, zu unterstützen und miteinander zu vernetzen.
Österreich gilt bereits als Vorzeigeland der R20-Initiative
Schon jetzt gibt es konkrete Beispiele, wie die R20-Initiative auf rot-weiß-rotem Boden funktioniert: etwa durch Öko-Beleuchtung auf der Wiener Donauinsel, Klimaschutz-Supermärkte, den von Schwarzenegger erwähnten Einsatz von Windenergie im Burgenland oder auch die Offensive des Landes Niederösterreich. Dort soll bis 2015 der gesamte Strombedarf aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.
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