Man macht es den Pendlern ja wirklich nicht leicht. Da entschließen sich immer mehr zum umweltfreundlichen Umstieg auf die Bahn – und dann finden sie keine Parkplätze beim Bahnhof. Wo die Situation besonders arg ist.
Dass immer mehr Menschen auf dem Weg zur Arbeit auf die Schiene setzen, ist zu begrüßen. Allerdings: Vor allem im ländlichen Raum bleibt zumeist nur das Auto, um auch zum Bahnhof zu kommen.
Bürgermeister als Sprachrohr
Im Bezirk Melk bringt das offenbar die Park-&-Ride-Anlagen an ihre Grenzen: „Die Plätze in Melk und Pöchlarn sind dramatisch überfüllt, die Pendler finden keine Parkmöglichkeiten“, schlagen Bürgermeister der Region jetzt Alarm.
Unsere Bürger sollen nicht unter der Überlastung der Infrastruktur leiden. Es bedarf einer schnellen und effizienten Lösung, um den Pendlerverkehr zu entlasten.
Forderung von Bürgermeistern aus dem Bezirk Melk an Verkehrsministerin und Verkehrslandesrat
„Gebühr war einzige Maßnahme“
Gespräche mit dem zuständigen Ministerium sowie den Landesstellen waren bisher erfolglos, berichtet Patrick Strobl, Bürgermeister der Bezirkshauptstadt: „Einzige Maßnahme war bisher die Einführung einer Gebühr von vier Euro pro Tag ab einer durchgehenden Stehzeit von 35 Stunden.“ Viele Autofahrer würden dieses attraktive Angebot während der Urlaubsreise nutzen, ihr Vehikel am Park-&--Ride-Platz abstellen und mit dem Zug zum Flughafen fahren. Dadurch werden weitere Pendlerplätze blockiert.
Erweiterung nötig
Neun Bürgermeister der Region haben sich jetzt zusammengetan und fordern rasch die Erweiterung der Park-&-Ride-Anlagen in Melk und Pöchlarn. „Die Situation erfordert sofortiges Handeln“, richten die Ortschefs den Zuständigen in Bund und Land., Verkehrsministerin Leonore Gewessler und Verkehrslandesrat Udo Landbauer, aus.
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