Wilde Debatten um „diverse Weinbotschafter“ in Deutschland – der heimische Winzerverband setzt aber weiter auf starke Frauen. Kurz vor der Krönung der neuen rot-weiß-roten Weinkönigin wird Klartext gesprochen ...
Heftige Proteste im Reich der Reben! In der deutschen Pfalz wollte man ab heuer keine Weinköniginnen mehr krönen. Stattdessen hätten Pfalz-Wein-Botschafter gekürt werden sollen – der Wettbewerb wurde deshalb auch für männliche und diverse Kandidaten geöffnet.
Nach großen Querelen und Tausenden Unterschriften gibt es nun aber zumindest einen Kompromiss. Zur Wahl stellen sich jetzt drei Kandidaten. Da unter ihnen auch ein Mann ist, könnte die Pfalz aber zumindest ein Novum erleben, nämlich ihren ersten Weinkönig. Eine Entwicklung, die sogar hierzulande hohe Wellen schlägt.
Während in Niederösterreich bereits eine Petition für den Erhalt der weiblichen Hoheiten gestartet wurde, schiebt Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager allen Debatten einen Riegel vor.
Irgendwann wird es nur mehr lächerlich. Weinköniginnen sind eine Tradition. Daran werden wir nichts ändern.
Winzerchef Johannes Schmuckenschlager
Klartext vor Krönung der österreichischen Weinkönigin
„Das gibt es in Österreich sicher nicht: Weinköniginnen sind eine Tradition, daran werden wir nichts ändern. Bei uns sind auch keine ,Grüßgreteln‘, sondern top ausgebildete Winzerinnen am Werk, die vielfältige Aufgaben erfüllen. Das ist ein wichtiges Amt, da braucht es keine Debatte“, betont Schmuckenschlager im Gespräch mit der „Krone“.
Gesagt, getan – und so wird nächsten Mittwoch die burgenländische Jungwinzerin Hannah Wetschka in Eisenstadt zur neuen rot-weiß-roten Rebenhoheit – also Königin – gekrönt, ohne Widerworte.
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