Im krone.at-Forum wird täglich eifrig diskutiert und debattiert. In unserer Rubrik „Leserdebatte“ wollen wir besondere Kommentare hervorheben und die Community um deren Meinung zu einem spannenden Teilaspekt bitten. Heute geht es um das Ende der Letzten Generation. Was bleibt nach gut zweieinhalb Jahren Klebe-, Farb- und Störaktionen?
„Die Regierung glänzte in den letzten zwei Jahren mit kompletter Inkompetenz. Menschen aus der Bevölkerung haben sich für die fossile Verdrängung entschieden. Wir sehen ein, dass Österreich weiter in fossiler Ignoranz bleiben will und damit in Kauf nimmt, für den Tod von Milliarden von Menschen mitverantwortlich zu sein. Die Gesellschaft hat versagt. Uns macht das unendlich traurig“.
Mit diesen Worten verkündete die Letzte Generation das Ende ihrer Proteste. Gleichzeitig kündigten die Aktivisten an, in Zukunft auch weiter auf das Thema Klimaschutz aufmerksam machen zu wollen. Es werde neue Projekte des Widerstands geben, erklärte die Sprecherin Marina Hagen-Canaval.
30 Monate Klimaprotest: Was bleibt von der Letzten Generation?
Doch wie bleiben die Aktionen der Letzten Generation der Bevölkerung in Erinnerung? Während eine klare Mehrheit Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz befürwortet, sammelten die Aktivisten durch ihre Stör- und Klebeaktionen größtenteils negative Schlagzeilen. KroneLeser2237766 meint, die Letzte Generation habe ihrem eigentlichen Anliegen einen Bärendienst erwiesen.
Ende oder Anfang des zivilen Ungehorsams?
Nach der Ankündigung von neuen Widerstandsprojekten, die nach dem Ende der Letzten Generation folgen werden, fürchtet KroneLeser2237766, dass die Aktivisten das Tor zu weiteren Aktionen aufgestoßen haben. Folgen nun weitere Proteste von Aktivistengruppen, die ihren Zielen durch zivilen Ungehorsam Nachdruck verleihen wollen? Vielleicht ja gar eine Bewegung aus der anderen Richtung, wie WerWeissWas anmerkt.
Die Zukunft der außerparlamentarischen Opposition?
Mit dem Rückzug der Letzten Generation bleibt auch ein gewisses Vakuum in der österreichischen Politik, hat sie die Oppositionsarbeit außerhalb des Nationalrats doch stark geprägt. Welche Gruppen werden in Zukunft durch Demonstrationen auf den Straßen des Landes auf sich aufmerksam machen? Werden neue Aktivisten den Platz der Letzten Generation einnehmen, oder wird sich gar eine wirksame Gegenbewegung etablieren? Die Antwort wird nicht zuletzt von der kommenden Wahl, und der Arbeit der nächsten Regierung abhängen. Denn Kompromisse, die alle Seiten zufriedenstellen und niemanden auf die Straße bringen, dürften schon länger der Vergangenheit angehören.
Wie werden Ihnen die Aktionen der Letzten Generation in Erinnerung bleiben? Wie haben die Aktivisten Ihre Sicht auf den Klimaschutz verändert? Denken Sie, dass nun tatsächlich ähnliche Protestaktionen für andere Anliegen folgen könnten? Teilen Sie Ihre Meinung und Ihre Ansichten zu dem Thema mit uns in den Kommentaren!
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