Die vielleicht klügsten Bienen des Landes summen in Krumau am Kamp im Bezirk Krems. Denn sie erkennen die Symbole am Stock und folgen ihnen.
„Bienen sind erstaunliche Geschöpfe und ihre Intelligenz überrascht mich immer wieder. Ein großer Teil ihres Gehirns merkt sich markante Punkte in der überflogenen Landschaft. Zeichenerkennung inklusive“, schildert Top-Anwalt Ernst Brandl, der jetzt im Sommer allerdings nicht im Gerichtssaal steht, sondern mit Hingabe seine 120 Bienenvölker im Waldviertel hütet.
Als begeisterter Imker liest er seinen Honiglieferantinnen jeden Wunsch von den Fühlern ab. Und dazu gehören eben auch symbolische „Verkehrszeichen“ – über jedem Stock ein anderes. „Meine Schützlinge erkennen diese ganz genau – und liefern fleißig ihren wertvollen Nektar ab“, schildert Brandl, der seinen besonderen Mielo-Honig für einen ökologisch guten Zweck in ein Biodiversitätsprojekt eingebettet hat.
Ökokreislauf vom Bee-Keeper
Sein edles Umweltziel: Landwirtschaftliche Flächen werden unter anderem durch Pacht von Pestiziden befreit und damit die Artenvielfalt gefördert. Finanziert wird das durch die bio-bienenfreundliche Honigproduktion. Ein wohl durchdachter Ökokreislauf also. „Ich sehe mich eigentlich als Biodiversitätsmanager und die Bienen als meine Verbündete“, schmunzelt der sympathische Bee-Keeper, der schon 35 Hektar für seine Schützlinge paradiesisch erblühen lässt.
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