Ich hatte Glück: Mein Flug von Amsterdam nach Wien am Samstag funktionierte, einen Tag früher wäre ich mit Tausenden anderen im Chaos stecken geblieben. Nichts ging mehr, ein fehlerhaftes Update des Sicherheitsunternehmens CrowdStrike stürzte die Welt ins Chaos. Flughäfen waren lahmgelegt, Millionen Passagiere rund um den Globus gestrandet, auch die Fluglinien wussten nicht weiter.
Aber das war bei Weitem nicht alles: Operationen mussten abgesagt werden, Ambulanzen schlossen, Apotheken konnten nicht mehr auf Rezepte der Hausärzte zugreifen, Bankomaten spuckten kein Geld mehr aus, in Supermärkten wurden die Käufer dringend gebeten, bar zu zahlen, weil mit den Karten nichts mehr ging. Selbst in voll automatisierten Automobilfabriken kam es zu Stillständen, kurzum: Die bisher größte Computerpanne hatte in den einzelnen Ländern rund um den Globus und in den einzelnen Branchen fatale Folgen. Ein Glück, dass die Mega-Panne nach einigen Stunden schrittweise behoben werden konnte. Der Schaden dürfte in die Milliarden gehen. Das Groteske daran: Just ein System, das mehr Sicherheit bringen sollte, war der Auslöser für die Katastrophe.
Was lehrt uns dieser Vorfall? Wir leben, ohne dass es uns bewusst ist, in einer total vernetzten Welt. Selbst ein kleiner Fehler kann eine ganze Datenpyramide zum Einstürzen bringen. Der IT-GAU hat aufgezeigt, wie fragil das weltweite Netzwerk ist.
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