Genau an jener Stelle, an der am Vortag ein 73-jähriger Schwimmer tot im Wasser trieb, mussten Helfer das nächste Drama am Attersee befürchten. Denn in der Nacht auf Samstag war ein 18-Jähriger verschwunden, nachdem er im See Abkühlung gesucht hatte. Doch dieses Mal ging alles gut aus.
„Wo ist er?“ – während eines Festes in Schörfling am Attersee (OÖ) hatte eine Gruppe Teenager einen Abstecher an den See gemacht. Ein 18-Jähriger sprang „in die Fluten“. Nachdem er nicht mehr zurückkam, machten sich die Freunde Sorgen und schlugen Alarm.
Die Feuerwehr Schörfling, Wasserretter aus Nußdorf, Unterach, Weyregg und Litzlberg, dazu Rotes Kreuz und die Polizei rückten gegen 3.30 Uhr früh an. Und suchten in der Marina von Schörfling den Vermissten. Just dort, wo am Vortag eine Familie bei einem Bootsausflug die Leiche eines ertrunkenen 73-jährigen Regauers entdeckt hatte.
Hafen ausgeleuchtet
Unter den Stegen, zwischen Booten – die Helfer leuchteten die Marina aus, suchten jeden erdenklichen Winkel ab. Doch der Vermisste war nirgends zu entdecken, man musste mit dem Schlimmsten rechnen.
Doch dann: Kurz vor 4.30 Uhr die Entwarnung. Der Bursch wurde gefunden, gesund – und jetzt auch wieder munter. Er war an einer anderen Stelle des Ufers an Land gegangen und hatte sich zum Ausrasten zwischen Autos am Parkplatz des Schlosses Kammer niedergelegt. Sprich: Er hat die Suchaktion nach ihm buchstäblich verschlafen.
Keine Konsequenzen
Konsequenzen oder Kosten wird es für ihn seitens der Einsatzkräfte keine geben, alle waren nur froh, dass die Suche glücklich ausgegangen war. Wie die Eltern, die ihn zu Hause in Empfang nehmen durften, reagierten, ist nicht überliefert – da der Bursch volljährig ist, wurde er nur daheim abgegeben.
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