Wann kommt Rückzug?
Bidens Familie soll bereits Ausstieg diskutieren
Nicht ob, sondern nur mehr wann und wie – dies scheint mittlerweile die zentrale Frage bezüglich Joe Bidens Rückzug aus dem US-Wahlkampf zu sein. Laut NBC diskutiert seine Familie bereits eine Exit-Strategie, seine Wahlkampfleiterin gibt hingegen weiter tapfer Durchhalteparolen aus.
Langsam aber sicher scheint man sich auch in Bidens nächstem Umfeld nach einem Ausstiegsszenario für den 81-Jährigen umzuschauen. Wie NBC unter Berufung auf die engsten Kreise des noch-amtierenden US-Präsidenten berichtet, soll man familienintern bereits an einem Plan feilen, wie Biden seinen Wahlkampf erhobenen Hauptes beenden könnte.
Wahlkampfleiterin: „Es ist absolut dabei“
Offiziell übt man sich allerdings weiterhin in Durchhalteparolen. Jen O‘Malley Dillon, Chefin von Bidens Wahlkampfteam, betonte am Freitag, der US-Präsident wolle nach seiner Corona-Isolation umgehend wieder in den Wahlkampf einsteigen. „Er ist absolut dabei“, sagte sie in einem Interview des Senders MSNBC. Der 81-Jährige nehme die Bedenken einiger Demokraten ernst, sei jedoch entschlossen, um eine zweite Amtszeit zu kämpfen.
In den vergangenen Tagen war der Druck auf Biden gestiegen. Zahlreiche Vertreter seiner demokratischen Partei stellten Bidens körperliche und geistige Verfassung für eine Kandidatur und seine Siegchancen teilweise auch öffentlich infrage. Biden hat sich aktuell wegen einer Corona-Erkrankung in sein Haus in Delaware zurückgezogen.
Wer soll Biden ersetzen?
Unterdessen wird in US-Medien, aber auch in den Kreisen der Demokraten bereits diskutiert, wer Biden ersetzen könnte. Ganz oben auf der Liste steht Vizepräsidentin Kamala Harris, auch der Name von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom wird häufig genannt.
Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer oder Josh Shapiro, Gouverneur von Pennsylvania, sind ebenfalls Kandidaten, die ihre Unterstützer hätten.
Immer wieder genannt wird auch die frühere First Lady Michelle Obama, die für viele Demokraten eine Lichtgestalt ist. Sie ist laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters die einzige Demokratin, die Trump tatsächlich schlagen könnte. In der Vergangenheit hat sie jedoch konsequent betont, dass sie kein politischer Mensch sei und nie Interesse am Präsidentenamt gehabt habe.








Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.