Ungeniert stahlen Mitarbeiter der Polizeikantine in Graz über Jahre hinweg Geld, Zigaretten und Lebensmittel. Der Schaden – Opfer ist ein privater Verein – soll mindestens 70.000 Euro betragen.
Es bedarf schon einer ganz besonderen Dreistigkeit, wenn man mitten im Zentrum der steirischen Polizei jahrelang in die Kantinenkassa greift. Und wenn man dann auch noch hört, um wie viel Geld es sich handelt, bleibt einem doch die Spucke weg. Denn die Ermittler gehen derzeit von einem Schaden von zumindest 70.000 Euro aus, den drei Mitarbeiter der Polizeikantine in Graz-Straßgang über zumindest zwei Jahre hinweg verursacht haben sollen.
Vermutlich Kassensystem und Buchhaltung manipuliert
Das entspricht einem monatlichen Schaden von fast 3000 Euro. Geteilt durch drei macht das einen netten „Zuverdienst“. Weil die Langfinger vermutlich das Kassensystem und auch die Buchhaltung umfangreich manipulierten, fielen die Unmengen an Diebstählen erst so spät auf.
Seitens der Polizei wird betont, dass es sich bei den Verdächtigen – zwei Frauen (38, 42) und ein Mann (52) – um keine Angestellten der Polizei handelt. „Sie stehen in keinem Dienstverhältnis zur Polizei. Die Kantine wird von einem Verein betrieben“, so Markus Lamb von der Polizei-Pressestelle.
Eine Verdächtige geständig
Neben Bargeld sollen auch Tabakwaren und Lebensmittel erbeutet worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen Verdacht des Diebstahls, bestätigt Sprecher Arnulf Rumpold. Eine der Tatverdächtigen ist bislang geständig, die anderen beiden leugnen. „Die Ermittlungen laufen aber noch“, sagt Markus Lamb von der Polizei.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.