Typisch österreichische Gasthäuser gibt es in Linz immer noch einige, aber Lokale mit dem gewissen urigen Charme aus vermeintlich besseren Zeiten kann man in der Innenstadt wohl bereits nur noch an einer Hand abzählen. Das „Tramway“ in der Stockhofstraße 27 gehört da auf jeden Fall dazu.
Eigentümer Manfred Grubauer hatte es 1979 im Stil der 1968 eingestellten Straßenbahnlinie M, die einst von der Weißenwolffstraße über die Mozartkreuzung zur Weingartshofstraße führte, in mühevoller Kleinarbeit mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. In den letzten Jahren war das altehrwürdige Haus nicht nur bei Stammgästen für sein gutes Essen bekannt.
Vom Hexenpfandl ins Tramway
Doch weil Wirt „Heli“ Mayrleb – wie berichtet – im Vorjahr kurz vor Weihnachten aus gesundheitlichen Gründen ein letztes Mal in seiner geliebten Küche Station machte, musste Grubauer einen neuen Pächter suchen. Und der Ex-Tourismuschef hatte Glück, fand in Franz Rabuza den perfekten „Gastro-Fahrdienstleiter“. Der 48-jährige, der zuletzt das Hexenpfandl in Traun betrieb, fand sofort Gefallen an dem Traditionsgasthaus.
Neuer Wirt hielt Team zusammen
Den Abwäscher und Kellnerin Yvonne übernahm er, und obwohl er eigentlich selbst gelernter Koch ist, hat er sich mit Bernd Specht, der bereits im Schiefen Apfelbaum oder im Arkadenhof den Kochlöffel schwang, einen erfahrenen Mann mit in seine „Straßenbahn“ geholt. Auf der Karte finden sich typische Schmankerln wie Rindsgulasch und Beuschel, im Tagesmenü auch schon einmal Geröstete Knödel mit Ei. Und zur „Jaus’n“ gibt’s Essigwurst oder Maurerforelle. „Letztere wollte ich unbedingt auf der Karte haben“, lacht Rabuza.
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