Erneut Vorfall in D
Schülerdisco wegen Nazi-Parolen abgebrochen
Während in Deutschland weiterhin hitzig über einen Nazi-Eklat in einem Sylter Lokal debattiert wird, ist es nun auch in einem norddeutschen Elite-Internat zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Während einer Schülerdisco am vergangenen Donnerstag begannen plötzlich einige Gäste „Deutschland den Deutschen. Ausländer raus“ zu singen – erneut zum Party-Hit „L’Amour Toujours„ von Gigi D’Agostino.
Das Lehrpersonal des Internats Louisenlund im Bundesland Schleswig-Holstein reagierte sofort und brach die Party ab. In einem Brief, der dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ vorliegt, kündigte die Stiftung Louisenlund an, dass der Vorfall nun pädagogisch aufgearbeitet werde. Über mögliche Sanktionen werde beraten. Zudem wurde betont, dass die Schülerinnen und Schüler „jegliche Form von Fremdenfeindlichkeit oder Ausländerhass strikt ablehnen“. Es soll sich um einen „Anflug von Dummheit“ bzw. um eine Nachahmung ähnlicher Skandale gehandelt haben.
„Allen Schülerinnen und Schülern muss klar sein, dass es kein Scherz ist, solche Parolen zu singen“, stellte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) in einer Stellungnahme klar. Sie erwartet sich eine konsequente Aufarbeitung der Vorkommnisse. Von den 320 Schülern des Gymnasiums haben dem Vernehmen nach 60 selbst einen „internationalen“ Hintergrund. Die Ausbildung der Jugendlichen kostet die Eltern jährlich rund 53.000 Euro.
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Lied-Verbot am Oktoberfest
Wegen der jüngsten Umdichtungen des Liedes „L‘Amour Toujours“ wollen die Veranstalter des Oktoberfests den Titel im Herbst vorsichtshalber gar nicht erst spielen. „Wir wollen es verbieten und ich werde es verbieten“, sagte Oktoberfest-Chef Clemens Baumgärtner am Montag der dpa. Baumgärtner sagte mit Nachdruck: „Auf der Wiesn ist für den ganzen rechten Scheißdreck kein Platz.“








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