Mo, 22. Oktober 2018

Täter aus dem Netz

05.10.2012 15:08

Bregenzer soll 13-Jährige sexuell missbraucht haben

Ein 36-jähriger Bregenzer ist am Dienstag wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen festgenommen worden. Der Mann hatte das Mädchen unter Vorgabe einer falschen Identität im Internet kennengelernt. Im August 2012 soll er das Kind dann zu drei Treffen gezwungen und sich an ihm vergangen haben. Der Fall zeige, wie hinterhältig Täter vorgehen und welche Gefahren Online-Netzwerke für junge Menschen bergen können, warnt die Polizei.

Über eine falsche Identität in einem Chatportal gelang es dem Verdächtigen, Informationen über die 13-Jährige zu sammeln. Dabei fragte er sie auch über ihre bisherigen sexuellen Erfahrungen aus. Später drohte der Verdächtige damit, dieses Wissen an die Eltern des Mädchens weiterzugeben und erpresste so drei persönliche Treffen, bei denen er das Kind missbraucht haben soll. Die 13-Jährige meldete sich daraufhin von dem Chat ab, vertraute sich der Mutter an und erstattete schließlich Anzeige.

Nach Auswertung der Chatprotokolle konnte der 36-Jährige als Tatverdächtiger ausgeforscht und am Dienstag verhaftet werden. Der Mann unterhielt über Chatrooms zahlreiche weitere Kontakte zu jugendlichen Mädchen - immer unter Angabe einer falschen Identität. Zu weiteren persönlichen Treffen kam es nach derzeitigem Ermittlungsstand aber nicht.

Vorsicht mit persönlichen Daten und intimen Fotos
Die Polizei warnt junge Internetnutzer davor, persönliche Daten bekannt zu geben oder intime Fotos zu verschicken - Täter treten im Netz häufig mit falschen Angaben über Alter und Geschlecht auf. Vorsicht ist bei persönlichen Treffen geboten. Die Polizei empfiehlt, dort nicht ohne Begleitung zu erscheinen. Bei einem Verdacht sollte man sofort die Exekutive informieren.

Den Eltern wird empfohlen, mit ihren Kindern über deren Internetaktivitäten zu sprechen. Der beste Platz für den Computer ist ein möglichst viel genutzter Raum, weil die Privatsphäre für Jugendliche bis 15 Jahren online noch eingeschränkt sein sollte.

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