Fr, 16. November 2018

Eltern verhaftet

02.10.2012 11:33

Bulgarischer Vater wollte Baby im Internet verkaufen

Ein 31 Jahre alter Vater hat in der bulgarischen Hauptstadt Sofia versucht, seine drei Tage alte Tochter über das Internet zu verkaufen. Laut der Tageszeitung "Monitor" inserierte er das Baby in einem Onlineportal für Mütter. Er und die 25-jährige Kindesmutter gaben Geldmangel als Grund an. Mehrere User zeigten das Paar umgehend an. Die Eltern wurden festgenommen.

Der vermutlich drogenabhängige Vater hatte sich in dem beliebten Onlineportal bg-mamma.com registriert und eine Anzeige aufgegeben, in der er das Baby Joanna zum Kauf anbot. Er begründete diesen Schritt mit Druck von den Sozialbehörden. Außerdem wolle er sein Kind "nicht im Heim schmoren lassen". Eine Viertelstunde nach Erscheinen des Inserats wurde er angezeigt und kurz darauf samt seiner Freundin festgenommen.

Das Kind landete nun doch in einem Heim. Den arbeitslosen Eltern drohen strafrechtliche Konsequenzen. Die Zeitung "Monitor" schrieb zu dem Fall, dass Mädchen international auf dem "Schwarzbabymarkt" um 10.000 bis 14.000 Euro verkauft würden. Wegen der Wirtschaftskrise und der großen Armut liege der Preis in Bulgarien aber wesentlich niedriger, bei 5.000 bis 10.000 Euro.

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