Liebe Leserin, lieber Leser, haben Sie sich schon einmal gefragt, wieso ein Laib Brot kostet, was er kostet? Da sind natürlich die Rohstoffe, die Mitarbeitergehälter, die gesamte Infrastruktur sowie die Ausgaben für Energie und Betrieb. Aber es gibt auch einige versteckte Kosten. Bei diesen entfällt der mit Abstand größte Anteil auf die Bürokratie. Rund 20 Prozent der Arbeitszeit eines Bäckers geht mittlerweile für den Papierkram drauf. Gleich ob Allergen- und Zutatenlisten, Anbau und Herkunft der Rohstoffe, Hygiene oder Arbeitssicherheit – alles muss ständig überprüft und dokumentiert werden. „Wir müssen sogar dokumentieren, welche Reinigungsmittel wir verwenden und welche Stoffe darin enthalten sind“, klagt Wolfgang Fitz von der Schwanenbäckerei in Wolfurt. Geschaffen haben dieses Bürokratiemonster Beamte der Europäischen Union. Das Hauptproblem: Eigentlich wurden die Regeln für Großbetriebe gemacht, einhalten müssen sie aber auch die Kleinen. Kein Wunder also, dass da so manchem Bäckermeister die Lust an seinem Job vergeht. Lassen Sie sich ihre Frühstückssemmel dennoch schmecken! Herzlichst, Emanuel Walser
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