Im Hit gegen Salzburg muss der LASK weiter auf seinen verletzten Kapitän Robert Zulj verzichten – nicht das einzige Problem der Linzer nach Trainerwechsel, Fan-Protesten und Stadionverboten. Wird ausgerechnet der neue Trainer die Salzburg-Serie von 27 Auswärtsspielen ohne Niederlage zerstören?
Man kann es vor dem heutigen Match des LASK gegen Salzburg drehen und wenden, wie man will: Einfach wird es für die Linzer nicht. Nicht einmal dann, wenn man an das althergebrachte Sprichwort „Neue Besen kehren gut“ glaubt. Denn Neo-Trainer Max Ritscher war Teil des Systems unter Ex Thomas Sageder, betonte, dass er nicht viel ändern und am Sageder-Stil festhalten werde: „Meine Idee vom Fußball ist, dass wir intensiv spielen, mit Feuer. Ich will eine Mannschaft sehen, die 90 Minuten alles füreinander gibt.“ Und der 30-Jährige gebrauchte auch Sätze, die wohl jeder Neue von sich geben würde: „Wir müssen zusammenrücken und als geschlossene Einheit auftreten.“ Dass in dieser durch Trainerwechsel und Fan-Proteste aufgeheizten Situation ausgerechnet der Meister nach Linz kommt, könnte nach beide Richtungen ausschlagen.
Sieben Bullen-Siege
Einerseits sind die Bullen in der Meistergruppe seit 16 Partien ungeschlagen. In allen Spielen der Meistergruppe gegen die Linzer hat Salzburg eine weiße Weste, sieben von acht Duellen gewonnen! Andererseits könnte ausgerechnet Neuling Max Ritscher eine der stolzesten Serien in der Bundesliga-Historie killen: Seit 27 Auswärtsspielen ist Salzburg in der Bundesliga ohne Niederlage. Dabei wird der gebürtige Osttiroler nicht auf seine Lebensversicherung bauen können: Kapitän Robert Zulj ist nach wie vor im Reha-Prozess.
Die organisierte Fanszene der Linzer wird heute 90 Minuten den Support einstellen. Reaktion des LASK in einer Aussendung, in der auch die Stadionverbote gegen sechs Fans begründet wurden: „Der Verein bedauert diesen Schritt, der Mannschaft die Unterstützung zu entziehen. Wir erachten die Sanktionen als alternativ, um die Werte des Vereins und die Besucher zu schützen.“
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