Drei Vermisstenfälle beschäftigen in den vergangenen Tagen die Polizei in Oberösterreich, bisher ging aber nur einer davon gut aus. In Gmunden wurde ein abgängiger 59-Jähriger rasch gefunden, in Linz und Steyr sind aber zwei Männer unabhängig voneinander wie vom Erdboden verschluckt.
Am Mittwoch gegen 22.10 Uhr ging bei der Polizei in Gmunden die Anzeige ein, dass ein 59-Jähriger, nur mit einem Nachthemd bekleidet, seit 20 Uhr von einer Betreuungseinrichtung in Gmunden abgängig war. Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera, Polizeidrohnen sowie Polizei-Diensthunde wurden zugezogen. Dann begann eine groß angelegte Suchaktion. Schlussendlich wurde der Abgängige gegen 2.20 Uhr von der Feuerwehr lebend, jedoch unterkühlt, in der Krottenseestraße aufgefunden. Er kam nach der Erstversorgung in das Klinikum Vöcklabruck.
Wir als Exekutive sind jedes Mal froh, wenn ein Vermisstenfall gut ausgeht. Die Ungewissheit ist für die Angehörigen sehr belastend.

Fritz Stadlmayr, Sprecher der Polizei OÖ
Bild: Kerschbaummayr Werner
Völlig anders geartet
Völlig anders geartet ist hingegen der Fall von Reinhold G. ( 44). Der Linzer Angestellte war zuletzt am Montagabend um etwa 19 Uhr in der Eurospar-Filiale in Kleinmünchen gesehen worden. Seither ist er spurlos verschwunden. Seine Schwester Kathrin hat auf Facebook eine Suchaktion gestartet: „Sein Handy und sein abgelaufener Reisepass liegen in seiner Wohnung, die Geldtasche hat er bei sich. Es passt nicht zu meinem Bruder, dass er einfach verschwindet. Wir machen uns große Sorgen.“
Hilfe erbeten
Auch in Steyr bangt eine Familie, bittet auf Facebook um Mithilfe: „Seit 6.4.2024 gegen 20 Uhr fehlt jede Spur von unserem Vater! Er wohnt in 4400 Steyr/Münichholz. Er ist 55 Jahre alt und ca. 175 cm groß, trägt meistens eine Sonnenbrille, weiße Turnschuhe, Jeanshosen und Kapuzenpullover. Das Handy ist aus, in der Wohnung ist er auch nie auffindbar. Außerhalb von Steyr hält er sich für normal kaum auf.“
Hinweise bitte an die Polizei 059133 40 3333.
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