Die Wartezeit auf einen Kleingarten in Wien beträgt Jahrzehnte. SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr besitzt gleich zwei davon. In der „Krone“ erklärt sie, warum das gerecht ist
Knapp 36.000 Kleingärten gibt es in der Stadt. Für viele Wiener bleibt die eigene Grünoase ein ewiger Traum. Während SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr gleich zwei hat. Am Rande einer Veranstaltung im Parlament zum Thema „Fairtrade“ stand sie der „Krone“ Rede und Antwort.
Wie fair ist es, dass Sie zwei Kleingarten-Grundstücke besitzen, Frau Bayr? „Ich weiß nicht, was daran ungerecht sein sollte. Ich habe mich über den Verein angemeldet und war Interessentin, wie viele andere“, so die Parlamentarierin. Bayr hat im Kleingartenverein Breitenlee ein Grundstück um 140.000 Euro bzw. eines direkt am Wasser um 310.000 Euro erstanden.
Seit der Umwidmung sind diese mehr als das Doppelte wert. Eigentlich habe sie sich ja für einen Schrebergarten am Wienerberg-Zwillingsee interessiert. Auch dort gibt es einen Zugang zum Wasser. „Ich schwimme nämlich sehr gerne“, erzählt Bayr, die seit 22 Jahren im Parlament sitzt. Aber die Wartezeit dafür hätte 70 bis 80 Jahre betragen.
Von den eigenen Genossen brutal abgestraft
Die erste Rechnung servierten ihr jetzt die eigenen Genossen. Bei der Bezirkskonferenz der SPÖ Favoriten setzte es eine herbe Klatsche. Nur 104 von 200 Genossen wählten Bayr zur Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl im Herbst im Wahlkreis Wien Süd. Was sie dazu sagt? „Ich habe mit keinem guten Ergebnis gerechnet, aber dass es so knapp ist, war doch überraschend“, sagt Bayr. Das Nationalratsmandat hat sie trotzdem fix in der Tasche.
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