Eine Völkermarkterin war auf den Lisnaberg gewandert, um dort den Gottesdienst mitzuerleben. "Danach wollte ich mir die Kommunion holen, bekam vom Pfarrer aber nur ein Kreuzzeichen", erzählt die Frau. "Ich fühlte mich total gedemütigt."
Die Sache passierte ausgerechnet, nachdem derselbe Priester ihrem Sohn verbieten hatte wollen, seine Firmung in einer anderen Pfarre zu feiern: "Das wurde ihm erst bewilligt, nachdem mein Sohn eine Erklärung abgegeben hatte, dass er danach mit seinen Freunden in seiner Heimatpfarre gemeinsam die Kirche besuchen werde. Das ist reine Schikane!"
"Mit geschiedenem Mann verheiratet"
Der Priester rechtfertigt sein Verhalten so: "Ich konnte ihr die Kommunion nicht spenden, weil zwischen uns ein Konflikt schwelt. Außerdem war sie seit zwei Jahren nicht mehr in der Kirche gewesen."
Der Seelsorger gibt zudem zu verstehen, dass er der Frau die Hostie bisher eigentlich unerlaubt gegeben habe: "Sie ist ja mit einem geschiedenen Mann verheiratet, da dürfte sie gar keine Kommunion erhalten." Zum Ärger bei der Firmung ihres Sohnes räumt der Priester allerdings ein, dass die Angelegenheit etwas unglücklich gewesen sei: "Natürlich darf jeder dort gefirmt werden, wo er will."
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