Revolutions-Jahrestag
Iran fordert Ausschluss Israels aus der UNO
Israel beging am Sonntag den 45. Jahrestag der Islamischen Revolution. In einer Rede anlässlich der Feierlichkeiten forderte Präsident Ebrahim Raisi den Ausschluss Israels aus den Vereinten Nationen.
Israel habe gegen „400 Erklärungen, Resolutionen und Abkommen“ verstoßen, die im Rahmen „internationaler Organisationen“ geschlossen worden seien, sagte Raisi am Sonntag vor Tausenden Menschen auf dem Platz der Freiheit in der iranischen Hauptstadt Teheran. Den Krieg Israels gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas nannte Raisi „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ - „und die Unterstützer dieses kriminellen Regimes sind die USA und einige westliche Länder“.
Um den Freiheitsplatz in Teheran waren Drohnen und Raketen aus iranischer Produktion ausgestellt. Einige Menschen trugen auch Porträts von Revolutionsführer Ayatollah Khomeini oder des obersten geistlichen Führers Ali Chamenei. Sie skandierten unter anderem „Nieder mit den USA“ und „Nieder mit Israel“. Etliche israelische und US-Flaggen brannten.
Großteil der Iraner feiert nicht mit
Im Februar 1979 hatte ein Aufstand des damaligen Revolutionsführers Ayatollah Khomeini zum Zusammenbruch der Monarchie geführt. In den vergangenen Jahren hat sich die Beziehung der iranischen Staatsführung mit dem Westen dramatisch verschlechtert. Gründe dafür sind Teherans umstrittenes Atomprogramm, Menschenrechtsverletzungen und Irans Unterstützung militanter Gruppen in Nahost. Ein Großteil der Iranerinnen und Iraner steht den Feierlichkeiten vom Sonntag gleichgültig gegenüber.







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