Im Vorjahr erfüllte sich Kombinierer-Jungstar Johannes Lamparter mit dem Sieg beim Nordic-Triple in Seefeld einen Traum. Jetzt bangt der 22-jährige Tiroler um seinen Start beim Heim-Weltcup: „Es geht mir gesundheitlich nicht gut.“
Nach der Wettkampfpause in Schonach steht auch vor dem jetzigen Seefeld-Triple ein großes Fragezeichen hinter dem Antreten von Johannes Lamparter: „Ich fühle mich körperlich und mental nicht bereit. Ich muss erst schauen, wie sich die nächsten Tage entwickeln.“
Der Kreislauf-Kollaps Anfang Jänner ist dabei nicht das Problem, nach einem gründlichen Medizin-Check hat der 22-jährige Rumer die ärztliche Freigabe für Wettkämpfe.
Hustenstiller nicht erlaubt
Seit mehr als einer Woche plagt „Jo“ aber ein hartnäckiger Husten, der ihn vor allem in Nacht um den nötigen Schlaf bringt. „Er darf keine Hustenstiller nehmen, die stehen alle auf der Dopingliste“, erklärt Trainer Christoph Bieler.
Die Zwangspause schlägt sich auf die Seele des ehrgeizigen Sportlers: „Das Zuschauen tut weh. Ich lebe dafür, dass ich tagtäglich Sport betreiben kann. Jetzt sitze ich den ganzen Tag auf der Couch rum.“
Heimweltcup absoluter Höhepunkt
Vor allem ein Nichtantreten beim Heim-Weltcup bereitet Lamparter fast körperliche Schmerzen: „In einer Saison ohne Großereignis ist Seefeld der absolute Saisonhöhepunkt.“
Im Vorjahr erfüllte er sich mit dem ersten Triple-Sieg eines Österreichers im Tiroler Wintersportort einen großen Traum: „Vor so vielen Menschen daheim gewonnen zu haben, war schon ganz etwas Spezielles.“
Ich muss so ehrlich sein, dass ich nicht in der Form bin, um ganz vorne mitkämpfen zu können.
Johannes Lamparter
Falls der Körper bis zum Provisorischen Sprung am Donnerstag mitspielt, wäre ein Sieg für Lamparter aber kein Thema: „Ich muss so ehrlich sein, dass ich nicht in der Form bin, um ganz vorne mitkämpfen zu können.“
Eines steht nach mittlerweile schon drei versäumten Rennen fest. Der Weltcup-Titelverteidiger schreibt die Kristall-Kugel ab: „Das schmerzt, weil ich richtig gut in die Saison gestartet bin. Ich muss die Freude wieder finden.“
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