Nur sieben Grad hatte das Wasser der Traun, als ein 39-jähriger Welser zum Lebensretter wurde. Er zog einen reglosen Mann ans Ufer, dessen dicke Daunenjacke schon vollgesogen war. Nach der geglückten Rettungsaktion musste sich der Helfer erst selbst in der Badewanne aufwärmen.
Manchmal kommt der Schutzengel mit dem Fahrrad, zumindest im Fall von Patrick Hauser. Der 39-jährige Bergretter aus Wels war am Freitagnachmittag mit einer Radgruppe am Welser Traunufer unterwegs, als er eine reglose Person am Rücken liegend im Wasser sah. „Ich dachte, es ist eine Leiche“, erzählt Hauser.
Eiskaltes Wasser
„Zuerst überlegte ich, ob ich ins Wasser springen soll. Dann hat ein Bekannter bei einem Schrebergarten ein Stand-Up-Board gefunden“, schildert er die dramatischen Minuten. Nur mit Radler-Hose und Unterleibchen bekleidet, setzte er sich aufs Board und ruderte zu dem Leblosen, der rund 10 Meter vom Ufer entfernt war.
Mit Hundeleine ans Ufer gezogen
„Der Mann trug eine dicke Daunenjacke, als ich ihn berührte, hat er nach Luft geschnappt“, so Hauser. Mit einer Hand hielt er den Körper fest, den Kopf legte er aufs Board. „Meine Bekannten haben mir eine Hundeleine zugeworfen, die ich beim zweiten Versuch fangen und festhalten konnte. So wurden wir ans Ufer gezogen“. Dort übernahmen Rettungskräfte den stark Unterkühlten, der beim Abtransport ins Krankenhaus wieder ansprechbar war.
In Badewanne aufgewärmt
Nach der Lebensrettung nahm Hauser zuerst ein warmes Bad und „dann freue ich mich auf einen Kaffee“.
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