Melanie Hoppel aus Puch bei Weiz wurde völlig verdient mit dem Tierschutzpreis 2023 ausgezeichnet. Mit viel Herzblut versorgt sie Streunerkatzen und hilft ihnen zu überleben.
Melanie Hoppel ist, das spürt man sofort, ein Sonnenschein, eine echte Frohnatur, von Herzen Optimistin. Aber in diesem Herbst ist sogar sie verzweifelt. Weil „die Situation heuer eine Katastrophe ist“, schildert die Oststeirerin. „Die Zahl der Streunerkatzen ist explodiert, es gibt überall so viel Elend, die Tierschützer wissen schon gar nicht mehr, wo sie die vielen Babys unterbringen sollen.“ Die teils in fürchterlichem Zustand sind: halb erfroren oder verhungert, mit verpickten Augen, verwahrlost, unerwünscht. Auf die Welt gekommen, nur um elendiglich zu sterben.
Viele nehmen Tierleid in Kauf
Das Grundübel: Viele Steirer beachten die Kastrationspflicht für Freigänger einfach nicht - und nehmen Tierleid somit in Kauf. Melanie Hoppel hilft, wo sie kann: „Ich frage oft bei Leuten, ob zumindest ich ihre Vierbeiner kastrieren lassen darf - bei vielen ist so ein Tier nach wie vor nur der ,Mäusefänger’, wird weder zusätzlich gefüttert noch durch den Veterinär versorgt. Es ist schlicht nichts wert.“
Melanie Hoppel fängt 80 bis 100 Streuner im Jahr teils mit viel Mühe und Aufwand ein, lässt sie kastrieren und wieder an ihren Stammplätzen aus. 35 besitzerlose Tiere versorgt sie täglich mit Futter und Wasser. Jedes Jahr stellt sie isolierte Hütten auf, damit die Streuner, die sich in kein warmes Zuhause zu liebevollen Besitzern flüchten können, nicht hilflos erfrieren.
Auch Kinder helfen schon
Die Kosten übernimmt die Bürokauffrau zumeist aus ihrer privaten Geldbörse, „wenn sich das gar nicht mehr ausgeht, hilft mir zum Beispiel die ,Weizer Pfotenbrücke’ weiter“. Als wertvolle Unterstützer hat die junge Mama ihre beiden Kinder, sechs und acht Jahre alt. Sie wissen von klein auf, dass man Tieren niemals Leid zufügen darf, ihnen eine Stimme verleihen und helfen muss, wo es nur geht und nötig ist. Hier wachsen Menschen mit ganz viel Empathie heran.
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