Blackout im "Landl"

Stromausfall bei Gericht: Anwälte im Lift eingesperrt

Wien
15.02.2012 17:35
Ein massiver Stromausfall hat das Wiener Landesgericht für Strafsachen am Mittwochvormittag ins Chaos gestürzt: Menschen wurden in den Liften "eingesperrt", Verhandlungen fanden im Dämmerlicht statt und die Garagentüren streikten. Erst nach gut einer Dreiviertelstunde war der Spuk vorbei.

"Wir sind zwischen erstem Stock und Erdgeschoß hängen geblieben und waren im Aufzug eingeschlossen. Niemand reagierte auf unsere Hilferufe", schilderten etwa die beiden Gerichtskiebitze Wolfgang F. (65) und Günther H. (66) der "Krone". Statt als Zaungäste einen Prozess zu verfolgen, saß das Duo selbst im "Landl" fest. Genauso wie viele andere Anwälte, Beamte oder Zeugen.

Prozesse wurden trotzdem fortgesetzt
"Obwohl der Strom weg war, wurde der Prozess fortgesetzt und stenografiert statt in den Computer getippt", so eine Wiener Anwältin. Präsident Friedrich Forsthuber (Bild 3): "Der Stromausfall ist auf einen Defekt des Notstromaggregats zurückzuführen. Mitarbeiter leisteten besonderen Einsatz."

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